Oldenburg

Demo: „Wir leuchten für’s Klima“

Am kommenden Samstag lädt der AStA Oldenburg zu einer Demonstration mit Laternenlauf.
Foto: Crosa / flickr; Lizenz: CC BY 2.0

Oldenburg (am/pm) Im Zusammenhang mit der 23. UN-Klimakonferenz (COP23) in Bonn fragt der Allgemeine Studierenden Ausschuss (AStA) der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg: „Wann geht Oldenburg ein Licht auf?“ Das Thema soll am 10. November, 17.30 Uhr, bei einer Demonstration mit Laternenlauf aufleuchten. Treffpunkt ist der Julius-Mosen-Platz.

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Die Klimakonferenz unter der Präsidentschaft des Inselstaats Fidschi findet zurzeit in Bonn statt. „Nachdem auf der Konferenz im Jahr 2015 in Paris ein gemeinsames Klimaabkommen gelungen, ist um die Erderwärmung zu begrenzen, blicken wir kritisch auf die aktuellen Entwicklungen: Führende Politikerinnen und Politiker der USA zweifeln noch immer am Klimawandel und auch die Bundesrepublik Deutschland wird sich schwer tun, die gesteckten Ziele auch nur ansatzweise zu erreichen“, so AstA-Sprecher Moritz Zeising. Für ihn sei jetzt der Moment, die internationalen Verhandlungen kritisch zu begleiten und selbst aktiv zu werden sowie bisheriges Engagement fortzuführen. „Wir setzen uns ein für ernsthaften und gerechten Klimaschutz in Oldenburg, in Europa, aber auch weltweit“, betont Zeising.

Mit einem symbolischen Laternenlauf wollen die Studierenden gegen hell erleuchtende Schaufenster, aufgeheizte Wohnzimmer, überquellende Einkaufstaschen, Kohletransporte durch Oldenburg oder Autostaus am Pferdemarkt protestieren. Gefordert wird Zeit für Gemeinschaft, Orte für kreatives Austoben und eine engagierte Energie- und Verkehrswende. „Wir wollen ein Oldenburg, das nicht den Klimawandel in dunkler Unkenntnis verschläft, sondern in dem sich helle Köpfe engagieren für eine ambitionierte, regionale Klimapolitik“, sagt Zeising.

Der AStA Oldenburg bittet die Teilnehmer darum, selbstgebastelte Laternen und Banner zum Thema mitzubringen. Da nach dem Gang durch die Innenstadt ein Picknick mit Diskussion und Jamsession geplant ist, sollten Körbe und Decken zusätzlich mitgenommen werden.

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4 Kommentare

  1. W. Lorenzen-Pranger
    9. November 2017 um 9.59 — Antworten

    Nach, ach so vielen, Demonstrationen an denen ich schon teilgenommen habe, fange ich an zu bezweifeln daß solche Demos noch irgendwen interessieren. Die Geste ist sicher löblich, aber um Einfluß zu nehmen braucht es heute andere Mittel. Selbst die letzte Großdemo in Hamburg hat nur dazu geführt, daß Demonstranten pauschal verteufelt wurden – obwohl Anlieger und Ladenbesitzer in Interviews aussagten, sie hätten vor der z.T. schwer bewaffneten Poizei mehr Angst gehabt als vor den Demonstranten mit berechtigten Anliegen. Keine dieser Aussagen z.B, kam in der „bürgerlichen“ Presse wie z.B. auch der NWZ je vor.
    Längst beachtet die in Ämtern befindliche Politik die bestehenden Gesetze kaum mehr – sonst gäbs ja z.B. längst Fahrverbote für besonders emissionsstarke Fahrzeuge auch in OL. Es gibt sie faktisch nirgends in Deutschland. Man schiebt selbst erfundene Termine vor sich her, man fabuliert über Probleme, die sich ergeben würden usw. (UPS liefet mit dem Lastenfahrrad mit Akku-Unterstützung!) Man handelt natürlich nicht. Stattdessen geht man für Autokonzerne buchstäblich auf den Strich – und (fast) alle machen mit. Bis heute wird gerätselt, wer wann vom VW-Dieselskandal wußte! Wie bitte, wer ist da eigentlich der Einkäufer für für Hardware und Software in Millionenhöhe mindestens, die den Betrug möglich machten? Etwa der kleine Arbeiter am Band? Millioneninvestitionen ohne Wissen derer, die das Geld verwalten? Für wie blöd hält uns die Presse, die Politik, die Zeitungen – ein solcher Konzern. Der Chef weiß nicht, wer in seiem Betrieb die Entscheidungen trifft?
    Ich glaube, es wird Zeit, daß man mit Strafanzeigen (z.B. gefährliche Körperletzung – Krebs ist keine Spaßerkrankung) gegen solche Chefs, gegen Politiker, gegen Verwaltungen etwas erreicht, nicht mit Laternenläufen. Wie sagte ein Arzt in einer Fernsehsendung neulich? „Ich wohne in einem Stadtviertel zwischen zwei Autobahnen – mir sterben hier die Leute weg!
    Ich werde wohl dennoch mitmachen beim Laternelauf, man soll ja nichts unversucht lassen – und wenn ich dann dort einen „Grünen“ treffe, hab ich auch noch was zu lachen. Wr können uns ja dann über Winfried Kretschmann z.B. etwas unterhalten, oder über Anton Hofreiter in den derzeitigen Regierungsverhandlungen…

  2. Karl
    9. November 2017 um 12.28 — Antworten

    Auch wenn ich von der ganzen Materie keine Ahnung habe, glaube ich nicht an den anthropogenen Klimawandel. Mir ist der größte Teil dieser Apologeten höchst suspekt, vor allen Dingen dann, wenn sie aus dem Bereich der Geschwätzwissenschaften kommen.
    Forbes schrieb übrigens schon vor mehreren Jahren, dass das Vermögen von Al Gore um 200 Mio Dollar angewachsen sei, seitdem er in Sachen Klimarettung um die Welt jettet.

    Diesen Text fand ich heute (8. 11,) auf der Webseite von Michael Klonovskys acta diurna:

    >Die Wahrheits- und Qualitätsmedien versuchen derzeit mit erhöhtem Druck, Ängste zu schüren und die Bevölkerung zu hysterisieren, indem sie den Klimawandel als menschengemacht und als größte Gefahr für das Menschengeschlecht darstellen.
    >

    Wer noch wissen möchte, welche Gefahr für das Menschengeschlecht er als die größere ansieht, muss schon selber suchen.

    • W. Lorenzen-Pranger
      9. November 2017 um 14.44 — Antworten

      Ja klar, DER ist ja nun auch sowas von „kompetent“… https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Klonovsky

      • Karl
        9. November 2017 um 16.30 — Antworten

        Von Ihnen als Akademiker erwarte ich eigentliche ein wenig mehr als einen Link zu Wikipedia. Als gestandenes Mannsbild mit gefestigten politischen Ansichten werden Sie doch auch nach gelegentlicher Lektüre politisch nicht ganz korrekter Quellen nicht gleich zum Feind überlaufen.

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