Oldenburg

Kirchengemeinden gehen neue Wege

Eine neue Art von Andachten in der Passionszeit haben die fünf evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden in Oldenburg vorbereitet.

In der Passionszeit wird an die Leiden Christi gedacht.
Foto: KhArma2011 / flickr.com, Lizenz: CC BY-ND 2.0

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Oldenburg (pm) – Eine neue Art von Andachten in der Passionszeit, in der an das Leiden Jesu Christi gedacht wird, haben die fünf evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden in Oldenburg in diesem Jahr vorbereitet. Immer mittwochs begeben sie sich an Orte in der Stadt, die etwas mit dem Thema „arm und reich“ zu tun haben. An diesen Orten werden die zirka halbstündigen Andachten gefeiert. Pastoren, Lektoren, Musiker und die jeweiligen Fachleute gestalten die Andacht passend zu Ort und Thema.

Eröffnet wurde der Reigen der Andachten mit einem ökumenischen Gottesdienst am vergangenen Mittwoch. Die einzelnen Passionspunkte sind:

„Arbeit – und es reicht nicht?“

Der Grundsatz, man solle von seiner Arbeit leben können, gilt schon lange nicht mehr. Im Gegenteil: Prekäre Arbeitsverhältnisse und die Angst vor dem sozialen Abstieg sind deutscher Alltag. Experte für das Thema ist: Dr. Thorsten Müller, Leiter der Arbeitsagentur, weiter beteiligen sich Maren Waruschewski als Lektorin, Pastor Jürgen Walter und der Posaunenchor der Christuskirche unter der Leitung von Anne Jütting. Dieser Termin findet am Mittwoch, 17. Februar, um 17 Uhr in der Agentur für Arbeit, Stau 70, statt.

„Tod unter der Brücke – Menschen ohne Wohnung in unserer Stadt“

Über 200 Menschen in Oldenburg sind wohnungslos. Experte für das Thema ist Hermann Buse vom Diakonischen Werk, es wirken mit: Pastorin Sandra Hollatz und Pastor Thomas Hinne sowie Ernst Gerhard Wolter (Saxophon). Der Passionspunkt findet am Mittwoch, 24. Februar, um 17 Uhr auf dem P+R-Bereich unter der Autobahnbrücke Hauptstraße / Ecke Prinzessinweg (Eversten) statt.

„Arm dran in einem reichen Land“

Das Ausmaß der Armut von Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist gravierend hoch. Wie gelingt ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben? Expertin für das Thema ist Bärbel Langer (Kita-Leiterin), es wirken mit: Elke Kaschlun als Lektorin, Pastor Holger de Buhr und Martin Klimaschewski (Gitarre). Der Termin findet am Mittwoch, 2. März, um 17 Uhr im Kulturzentrum Rennplatz, Kurlandallee 4, statt.

„Nichts auf dem Teller“

Die Zahl der Menschen in Oldenburg wächst, die ihren Teller nur noch mit Hilfe der Oldenburger Tafel gefüllt bekommen. Expertin für das Thema ist Inka Ibendahl (Oldenburger Tafel), es wirken mit: Pastorin Anne Jaborg und Pastor Thomas Cziepluch, es musiziert das Frauen-Saxophonquartett unter der Leitung von Monika Rauer. Der Termin findet am Mittwoch, 19. März, um 17 Uhr bei der Oldenburger Tafel, Kaiserstraße 14, statt.

„Arm oder reich – sterben Reiche besser?“

Expertin für das Thema ist Frauke Sterwerf (Ambulanter Hospizdienst), es wirken mit: Pastorin Aliet Jürgens und Pastor Jens Teuber, es musiziert ein Bläserensemble unter der Leitung von Herbert Lantrewitz. Dieser Termin findet am Mittwoch, 16. März, um 17 Uhr auf der Straße „Am Ende“ in Ofenerdiek statt. Anfahrt mit dem Bus: Haltestelle „Schafjückenweg“ (Linie 314, 324) von da aus zirka 300 Meter stadtauswärts an der Autobahn entlang laufen, bis die Straße „Am Ende“ kreuzt. Treffpunkt an der Kreuzung.

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