Grimm fürchtet „Enteignungsfantasien“

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm warnt vor schwerwiegenden Folgen der Debatte um die Enteignung von Immobilienkonzernen. „Wenn Enteignungsfantasien um sich greifen, werden immer Unternehmen, Unternehmer und Hochqualifizierte ihre Tätigkeiten ins Ausland verlagern“, sagte das Mitglied im Sachverständigenrat Wirtschaft dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.
„Gerade in Berlin sollten die Erfahrungen mit dem Sozialismus doch noch nicht völlig verblasst sein“, so Grimm. In Berlin macht die Linkspartei die Enteignung von Immobilienkonzernen zur Bedingung für eine Regierungsbeteiligung nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September.
Umfragen zufolge kann sich die Linke Hoffnung machen, stärkste Kraft zu werden. Forderungen nach Enteignung sind nach Grimms Überzeugung fern der Realität. „Das folgt dem Narrativ, dass es in der Gesellschaft noch Leute gibt, die genug haben, und wenn man bei denen zugreift, sind die Probleme gelöst“, so die Wirtschaftsweise. Das sei aber „eine Illusion – und zudem nicht vereinbar mit einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.“
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