Gesundheit

DemenzNetz: Mittendrin statt außen vor

Die Reihe WissenSCHAFFT Gesellschaft des DemenzNetz Oldenburg mit wissenschaftlicher Expertise und Alltagsinformation wird fortgesetzt.

Szene aus dem Theaterstück „Der Mann, der niemals weinte“.
Foto: Theater Laboratorium

Oldenburg (zb) Vor einem Jahr hat das DemenzNetz Oldenburg unter dem Dach des Versorgungsnetzes Gesundheit die Reihe „WissenSCHAFFT Gesellschaft“, eine Kombination aus wissenschaftlicher Expertise und handfester Alltagsinformation, ins Leben gerufen. Die Reihe wird am 2. November um 14.30 Uhr in die Aula der Cäcilienschule Oldenburg, am Haarenufer 11, fortgesetzt.

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„Menschen mit Demenz: Mittendrin statt außen vor“ ist die kostenlose Veranstaltung überschrieben, die sich an alle Betroffenen und Interessierten richtet. „Die Resonanz im vergangenen Jahr war überwältigend“, sagt DemenzNetz-Sprecherin Gundi Pape. „Sie hat uns gezeigt, wie notwendig eine gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Krankheitsbild Demenz ist. Auch in Oldenburg leben gegenwärtig rund 3000 Demenz- und Alzheimerkranke mit ihren Angehörigen.“

„Ziel der Arbeit von DemenzNetz ist es, die Betroffenen und ihre Familien in das städtische Gefüge vollständig zu integrieren“, betont Dr. Gerd Pommer, Förderer des DemenzNetz Oldenburg, „Denn tatsächlich sind wir von einer selbstverständlichen Integration weit entfernt“, bedauert er. Die Veranstaltung ist eine von mehreren Aktivitäten und wird von Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ausdrücklich unterstützt. „Die Veranstaltungsreihe „WissenSCHAFFT Gesellschaft“ reagiert auf diesen wachsenden Bedarf, indem sie wichtige inhaltliche Unterstützung bietet und zudem zu Austausch und Gespräch einlädt, was für Betroffene von besonderer Bedeutung ist. Darüber hinaus trägt die Reihe dazu bei, dem Thema Demenz mehr Präsenz im Alltag zu verschaffen, besser informiert zu sein und sensibler auf die Bedürfnisse der Betroffenen eingehen zu können“, sagt er.

Im ersten Teil geht es um die psychosoziale Versorgung von Demenzkranken und ihren Familien. Die zweite Hälfte stellt die Teilhabe Demenzkranker am öffentlichen Leben in den Fokus. Hier werden stadtgesellschaftliche Zusammenhänge sowie alltagspraktische Fragen der Mobilität beleuchtet. Für alle Schwerpunkte konnten neben hiesigen Referentinnen und Referenten auch Expertinnen und Experten aus Hamburg, Berlin, Köln sowie Bremen gewonnen werden.

Den Auftakt macht das Theater Laboratorium mit einem Auszug aus dem aktuellen Stück „Der Mann, der niemals weinte“. „Lebe mit einem demenzkranken Menschen und bleibe gesund“ überschreibt Synan Al-Hashimy, Chefarzt Alzheimer, vom Therapiezentrum Ratzeburg, seinen Vortrag. Und nachdem Saskia Weiß von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Berlin, zum Thema „Demenz braucht Dich“ gesprochen hat, werden Fragen aus dem Publikum beantwortet. Danach geht es um die Fragen, was Betroffene und ihre Familien in der Kommune brauchen, wie an Demenz Erkrankte besser in die Gesellschaft integriert werden können, wie sie mobil bleiben und welche Hilfen es für sie gibt.

Interessierte können sich per E-Mail an r.wolf-versorgungsnetz-gesundheit@freenet.de oder telefonisch unter 0441 / 403 22 30 anmelden.

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