Oldenburg

Oldenburger Familie braucht Hilfe

Die Tochter von Ninja Henke und Daniel Birkenfeld aus Oldenburg wurde mit einem schweren Herzfehler geboren. Die zwei Monate alte Anne musste wegen ihrer lebensbedrohenden Erkrankung in das Kinderherzzentrum Kiel verlegt werden. Auf Facebook wurde eine Spendenaktion gestartet.

Ninja Henke und ihre Tochter Anne im Kieler Klinikum.
Foto: Daniel Birkenfeld

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Oldenburg (am) – Die Tochter von Ninja Henke und Daniel Birkenfeld aus Oldenburg wurde mit einem schweren Herzfehler geboren. Die zwei Monate alte Anne musste wegen ihrer lebensbedrohenden Erkrankung in das Kinderherzzentrum Kiel verlegt werden. Die Betreuung des Babys und die Unterbringung des dreijährigen Sohnes Darius machen ein Pendeln zwischen Oldenburg und Kiel notwendig. Neben der Sorge um das Kind hat die Familie jetzt auch finanzielle Probleme. Bei Facebook wurde von mitfühlenden Menschen eine Hilfsaktion gestartet.

Am 21. Februar kam Töchterchen Anne mit einem schweren Herzfehler, dem hypoplastischen (unterentwickelt, laut Wikipedia) Linksherz-Syndrom (HLHS), in Oldenburg zur Welt. Während einer der ersten Untersuchungen wurde ein Herzgeräusch festgestellt, es musste ein Spezialist zurate gezogen werden. „Als der Babyintensivwagen bestellt wurde, war mir klar, hier ist etwas nicht Ordnung“, erzählt Ninja Henke immer noch fassungslos. „Wir sind völlig zusammengebrochen.“ Nach einer Nacht im Klinikum Oldenburg wurde die Kleine dann mit dem Hubschrauber zum Kinderherzzentrum Kiel auf die Intensivstation der dortigen Klinik gebracht.

Anne hat die erste Operation gut überstanden.

Anne hat die erste Operation gut überstanden.
Foto: Ninja Henke

„Es stellte sich heraus, dass Anne zwar zwei Herzkammern hat, die aber nur wie eine arbeiten.“ Eine Öffnung zwischen der Hauptschlagader und dem Herzen hätte sich nach sieben Tagen schließen können. „Das wäre ihr Tod gewesen“, so die Mutter. Durch Medikamente hielten die Ärzte das Loch geöffnet. „Dadurch wurde Anne extrem berührungsempfindlich. Sie schwitzt sehr und läuft wegen der fehlenden Sauerstoffsättigung oft blau an.“ Bei einer ersten Operation am 27. Februar wurde eine Verbindung, ein sogenannter Shunt (Kunststoffröhrchen), gelegt. Für die zweite und dritte OP ist der Säugling noch zu jung. „Wenn diese Operationen gut verlaufen, könnte Anne ein normales Leben führen“, hofft Ninja Henke. Die Überlebenschancen liegen bei 85 Prozent.

Neben der Sorgen um die Tochter schlägt sich die vierköpfige Familie mit finanziellen Problemen herum. „Verwandte hatten uns ein Auto geliehen, dass wir jetzt wegen einer defekten Zylinderkopfdichtung nicht mehr nutzen können“, berichtet die Mutter. „Wir haben dann eine Anzeige bei ebay geschaltet: ‚Wir benötigen dringend Hilfe.‘“ Die Anzeige wurde entdeckt, erstes Geld gespendet und freundliche Unterstützung geboten. Mitfühlende Mitmenschen erstellten auf Facebook eine entsprechende Seite „Hilfe für Ninjas Baby“. Und erste Hilfe kam sofort: Das Oldenburger Autohaus Schäuble stellte der Familie einen Leihwagen für sechs Wochen kostenlos zur Verfügung. Darüber freuen sich die 23-jährige Ninja Henke und ihr 28-jähriger Freund Daniel Birkenfeld sehr. „Wir können wirklich jeden Beistand gebrauchen.“ Weil das Kieler Ronald McDonald-Haus ausgebucht ist, mussten sie eine Ferienwohnung beziehen. Die Wohnkosten übernimmt die Krankenkasse, aber weder die Fahrt- noch die Reinigungskosten werden übernommen. „Zu allem Überfluss müssen wir hier in Laboe auch noch Kurtaxe zahlen“, erklären die beiden. In Kiel wären die Ferienwohnungen für das Paar viel zu teuer gewesen. „Wir sind wirklich für jeden Cent dankbar.“

Mehr Informationen unter www.herzklick.de.

Spendenkonto

Kontoinhaber: Daniel Birkenfeld
Iban: DE61280501000019130749
Bic: BRLADE21LZO

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