Erna Maul ist unsere Oldenburgerin des Monats Juli

Erna ist immer Dienstag und Mittwoch im Laden und hilft aus.
Foto: Finn Gohra
Oldenburg (fg) Seit zwei Jahren engagiert Erna Maul sich im Diakonie-Laden Stoffwechsel in der Cloppenburger Straße. Sie sortiert Klamotten ein, übersetzt bei Bedarf auf Russisch, hat immer ein offenes Ohr und wird von Kolleginnen als „Herz und Seele“ des sozialen Kaufhauses bezeichnet.
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Erna kündigt sich mit einem lauten „Juhuuu“ über den Möbelhof an. Der Hof liegt direkt hinter dem Diakonie-Laden Stoffwechsel. Dort hilft die 67-Jährige an zwei Tagen die Woche ehrenamtlich aus. Sie sortiert und kontrolliert gespendete Kleidung, hilft an der Kasse und berät die Kunden. Einfach nur Rente kam für sie nicht infrage. Sie müsse reden, unter Leute kommen und einfach runter vom Sofa, sagt sie.
Im sozialen Kaufhaus hat die gebürtige Kasachin das Ehrenamt gefunden, das zu ihr passt. Mit dem Hintergrundgedanken, einkommensschwachen Personen bezahlbare Klamotten zur Verfügung zu stellen und Kleidung ein zweites Leben zu schenken, gibt es stadtweit drei Diakonie-Läden. Dazu kommen zwei Möbelhöfe an der Ehnernstraße und der besagte an der Cloppenburger Straße.
Das Prinzip Diakonie-Laden
Ob Möbel oder Klamotten, das System hinter den Diakonie-Läden ist einfach: Wer gut erhaltene und brauchbare Ware hat, kann sie im Laden spenden (bei Möbeln teilweise sogar abholen lassen). Bei der Kleidung ist wichtig, dass sie gewaschen und unbeschädigt ist, zudem nehmen die Läden nur Ware passend zur Saison und in begrenzten Mengen an.
Die Spenden werden dann von Ehrenamtlichen eingepreist, sortiert und gehen in den Verkauf. Mit den Einnahmen werden die laufenden Kosten der Läden finanziert. Alle paar Wochen versorgt der Diakonie-Laden Stoffwechsel zusätzlich die Oldenburger Straßenengel mit Kleiderspenden.
Kauf ohne schlechtes Gewissen
Grundsätzlich kann jeder in öffentlichen sozialen Kaufhäusern einkaufen. Es wird niemandem etwas weggekauft. Im „Stoffwechsel“ habe man laut Leiterin Martina Geik ein großes Überangebot an Spenden. „Wir bekommen teilweise Ware, die ist noch neu verpackt. Da merkt man definitiv die Wegwerfgesellschaft“, sagt sie. Umso wichtiger ist ihr daher, dass die Ware neue Besitzer findet, allein schon aus Nachhaltigkeitsgründen.
Mehr Informationen über die Diakonie-Läden in Oldenburg gibt es unter www.dw-ol.de





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