Oldenburg

Diskussion: Klimaneutralität bis 2045?

Klimaneutralität bis 2045? Illusion oder Wirklichkeit? Darüber diskutiert Anna Krämer mit ihren Gästen.

Klimaneutralität bis 2045? Illusion oder Wirklichkeit? Darüber diskutiert Anna Krämer mit ihren Gästen.
Foto: vanenunes

Oldenburg (pm) Der jüngste Bericht des Weltklimarates mahnt, unsere Wirtschafts- und Lebensweise schnell und radikal zu verändern. Doch wie lässt sich Klimaneutralität bis spätestens 2045 erreichen? Welche Maßnahmen sind hierfür etwa bezüglich Energie, Verkehr, Wohnen oder Industrie umzusetzen? Zum Abschluss des Projekttages „KlimaWissen“ der Universität Oldenburg am Donnerstag, 7. Juli, diskutieren darüber Politiker/innen mit Vertreter/innen von Fridays und Scientists for Future.

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Von 17 bis 19 Uhr moderiert Anna Krämer, Klimaschutzmanagerin der Universität, die Online-Podiumsdiskussion mit folgenden Gästen: der Grünen-Bundestagsabgeordneten Susanne Menge, Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD), Barbara Woltmann (CDU) aus dem Oldenburger Stadtrat und der Oldenburger FDP-Spitzenkandidatin für den niedersächsischen Landtag, Imke Haake, außerdem Jonas Berndmeyer von Fridays for Future und Students for Future Hannover sowie dem Oldenburger Ökonomen Prof. Dr. Bernd Siebenhüner von Scientists for Future.

Interessierte, die zuhören oder mitdiskutieren möchten, finden nähere Informationen zu „KlimaWissen“ und den Link zur Podiumsdiskussion unter www.uol.de/klimawissen-2022.

Zur Online-Podiumsdiskussion: www.fffutu.re/klimawissen-podiumsdiskussion

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4 Kommentare

  1. W. Lorenzen-Pranger
    6. Juli 2022 um 21.11

    Klimaneutralität bis 2045? Fünfzehn Jahre zu spät!

  2. Michael
    15. Juli 2022 um 2.59

    Der falsche Weg.
    Wir sparen kein CO2 durch die sogenannte klimaneutrale Technologie ein. Ein E-Auto braucht 120.000 Kilometer, bis nur das CO2 der Produktion ausgeglichen ist. Was die Energie und die Infrastruktur für CO2 produziert hat und die Entsorgung der E-Autos verbraucht, ist dabei noch nicht einmal eingerechnet. Es wäre sinnvoller den ältesten und schmutzigsten Diesel weiterlaufen zu lassen. Wir können auch nicht erwarten, dass die Welt bereit ist die teure Infrastruktur zu bauen, somit werden die schönen E-Autos aus Deutschland in der Welt zu Ladenhüter und nur für die EU zu produzieren lohnt sich für keinen Konzern, insbesondere, wenn die ausländischen Mitbewerber auch schöne und gute Produkte bauen können. Und so verhält es sich in jedem Industriezweig. Gibt es zu viele Auflagen, zu wenig Energiesicherheit, sind die Löhne zu hoch, dann wird die Fabrik eben dort gebaut, wo die Bedingungen besser sind. Wir sind aber nur so stark und leistungsfähig, wie es unsere Industrie zulässt. Es bringt nichts, wenn nur Deutschland oder die EU die Wirtschaft und sein Leben umstellt. Das Ausland produziert und verbraucht dafür umso mehr. Was geschieht wohl mit dem billigen Öl und Gas, was Russland jetzt z.B. nach Indien verkauft? Ein Teil kommt zwar als Diesel in die EU, aber in Indien ist das Autofahren jetzt so billig, das bald 1 Milliarden Menschen mit dem Auto unterwegs sein werden und die werden und das werden die letzten Schrottkisten sein, da sie sich nichts anderes leisten können. Ein Kat wird bereits ein unnötiger Luxus sein. Wir sind nun einmal in einer globalisierten Welt und Investoren gehen ins Ausland, wo sie weniger Auflagen erfüllen müssen und somit noch mehr CO2 produzieren. Was ist damit gewonnen?
    Wir müssen die Landwirtschaft umstellen und der Natur mehr Raum geben, damit wären alle Probleme auf einmal beseitigt.
    Inzwischen ist es möglich Pflanzen in geschlossenen Systemen, mit LED Licht, anzubauen. Geschieht das mehrstöckig, lässt sich aus einem Hektar, zehn oder mehr Hektar machen. Es wären auch mehrere Ernten, ohne Pflanzenschutzmittel, im Jahr möglich. Die Wüsten unserer jetzigen Agrarproduktion könnten also wieder Urwälder und Moore werden, ohne das auch nur ein Mensch etwas vermissen würde. Im Gegenteil, wir würden unsere Urwälder zurückgewinnen. Die Landwirte könnten aus den Gewinnen der Agrarfabriken entschädigt werden, ihre Aufgabe wäre nicht nur die Pflege der Naturflächen, sie wären auch Plan B, falls kurzfristig Störungen in der Produktion oder ein unerwarteter Mehrbedarf auftreten würde. Sind Landwirte dazu nicht bereit, dann wird ihnen der staatliche Kauf der Flächen angeboten und wollen sie das auch nicht, dann produzieren sie weiter, aber ohne Förderungen oder Zuschüsse und in Konkurrenz zu den Agrarfabriken. Verboten wird nichts, es gibt Optionen.
    Aber die Lösung ist vermutlich zu einfach, schließlich ist nur das komplizierte Schlaudenken akzeptabel und realisierbar und die Politik kann mit so einfachen Lösungen auch nichts anfangen. Schließlich kann sie damit keine Angst verbreiten, es wäre eine Katastrophe, wenn die Menschen Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft hätten. Unsere Politik weiß inzwischen gar nicht mehr, wie sie ohne Angst regieren soll.

    • W. Lorenzen-Pranger
      15. Juli 2022 um 13.15

      Sie irren sich in all zu vielen Punkten. Was Autos angeht, da werden auch „wir“ lernen müssen, daß verschiedene Einsatzgebiete sehr unterschiedliche Fahrzeuge brauchen. (Übrigens, da wird nichts „entsorgt“, da wird inzwischen komplett recycelt.) Es gibt inzwischen bereits Handwerksbetriebe, auch in meinem unmittelbaren Umfeld (Ol), die z.B. auf professionelle Lastenräder im Nahbereich setzen. (Sie erinnern sich? So um ein Cent Strom für zwanzig Kilometer. Gut, ist teuer geworden, aber mehr als zwei Cent ists immer noch nicht.) Andere Kleinfahrzeuge kommen zunehmend auf den Markt. Der „Elektrofrosch“, als Kleinlaster oder PKW z.B.(Unter verschiedenen Namen. Ein China-Produkt) Schade, der großartig designte Schaeffler Hybrid ist eingestellt, weil gegenüber chinesischen Produkten gleicher Qualität viel zu teuer.
      Vor allem aber eins: Nein, wir sind nicht allein mit unseren Bemühungen:
      Kopenhagen will bisher bis 2035 Klimaneutral sein, Aaarhus auch. Skandinavien allgemein ist der echte Vorreiter.
      Indien wird ab 2030 -oder wars 35 (?)- keine Zweitakter und Diesel mehr zulassen. Also, all die Mopeds, Tuctucs, die in Asien den Straßenverkehr dominieren, werden elektrisch.
      China, wird stets dafür gerügt, Kohlkraftwerke zu bauen – aber die sind als Übergangstechnologie in der rasenden Entwicklung derzeit unerläßlich – – – wenn dafür die Zweitakter zugunsten des Elektroantriebs verschwinden. Und genau das ist der Plan. Ein Kohlekraftwerk holt dann nämlich diese Stinker einer ganzen riesigen Großstadt von der Straße. Auch hier besser nicht auf westliche Propaganda hören, zumal wenn sie so jämmerlich schlecht gemacht ist. Grundrechenarten reichen, um solchen Quatsch zu entlarven.
      Alles nur einige wenige Beispiele – und „wir“ sind nicht im Geringsten Vorreiter, „wir“ sind nicht mal Mittelfeld, was diese Umweltbemühungen angeht. Nutzen sie eine Suchmaschine und geben sie die richtigen Begriffe ein – sie werden staunen.

    • Markus
      15. Juli 2022 um 18.01

      Woher kommt denn diese Phntasieangabe der 120.000km? Realistische Zahlen wären 30.000km und mit steigendem Anteil an Erneuerbaren am Fahrstrom sinkt auch dieser CO2-Anteil. Viele E-Autos laden inzwischen vom eigenen Dach, erzeugen also null CO2.