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Schwerhörigkeit im Nordwesten

Wie steht es um die Hörfähigkeit der Menschen? Dieser Frage gingen Petra von Gablenz und Prof. Dr. Inga Holube von der Jade Hochschule nach.

In HÖRSTAT wurde das Hörvermögen von 1903 Erwachsenen in ausführlichen Tests und Befragungen untersucht.
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Oldenburg (zb/pm) – Wie steht es um die Hörfähigkeit der Menschen im Nordwesten? Dieser Frage gingen Petra von Gablenz und Prof. Dr. Inga Holube von der Jade Hochschule nach. Zusammen mit Studierenden vom Institut für Hörtechnik und Audiologie führten sie eine repräsentative Stichprobe der Bevölkerung in Oldenburg und Emden durch.

Ihre Ergebnisse der epidemiologischen Untersuchung zum Hörstatus aus dem Projekt HÖRSTAT gaben sie jetzt bekannt. Rund 16 Prozent der Untersuchten sind demnach von Schwerhörigkeit betroffen.

Bei den 1903 teilnehmenden Erwachsenen ergab sich über alle Altersgruppen gemittelt ein Anteil von rund 16 Prozent, der von Schwerhörigkeit betroffen ist. Dieser Anteil nimmt jedoch stark mit dem Alter zu, so dass ab einem Alter von 70 Jahren mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent eine Schwerhörigkeit vorliegt. Männer, die häufiger im Berufsleben Lärm ausgesetzt waren, weisen einen höheren Anteil auf als Frauen. Wird jedoch die geschlechtsspezifische Altersverteilung in der deutschen Gesellschaft berücksichtigt, dann zeigt sich, dass hierzulande mehr Frauen als Männer von Schwerhörigkeit betroffen sind.

Insgesamt lag der Anteil der von Schwerhörigkeit betroffenen Personen im Vergleich zu anderen, vor allem älteren, internationalen Untersuchungen relativ niedrig. Eine Beobachtung, zu der möglicherweise positive Effekte einer allgemein verbesserten Gesundheitsversorgung und zunehmender Lärmschutz beigetragen haben, wird vermutet.

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