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Startup siegt bei IKT Gründerwettbewerb

Das Oldenburger Startup MiCROW hat im Rahmen der Internationalen Funkausstellung in Berlin einen Hauptpreis des Gründerwettbewerb – IKT Innovativ gewonnen.

Entwickelten ein einzigartiges Montagewerkzeug (von links): Benny Biering, Tobias Tiemerding und Manuel Mikczinski.
Foto: privat

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Oldenburg / Berlin / zb – Am Freitag wurden im Rahmen der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin die Preisträger des „Gründerwettbewerb – IKT Innovativ“ des Bundeswirtschaftsministeriums ausgezeichnet. Fünf Startups können sich über einen Hauptpreis in Höhe von 30.000 Euro freuen, darunter das Oldenburger Startup MiCROW.

Die Freude bei Betriebswirt Benny Biering, dem Mechatronik-Ingenieur Manuel Mikczinski und dem Informatiker Tobias Tiemerding war riesig als sie die Nachricht erreichte. „Natürlich hatten wir gehofft, einigermaßen gut abzuschneiden. Aber dass wir einen Hauptpreis erhalten, damit hatten wir nicht gerechnet angesichts der starken bundesweiten Konkurrenz“, sagt Manuel Mikczinski. Immerhin über 250 Bewerbungen lagen der Jury vor.

Der 31-Jährige, der zuvor an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven studiert hat und gegenwärtig wie seine Kollegen beim Informatikinstitut Offis arbeitet, betrachtet den Preis „als Signal dafür, dass wir auf einem guten Weg sind“. Außerdem sind die Drei glücklich über das Preisgeld, weil es ihnen eine Last von den Schultern nimmt. „Mit unserer Entwicklung eines Mikromontagewerkzeuges befinden wir uns auf einer guten Plattform, die sich weiter entwickeln lässt, aber das kostet Geld“, sagt Manuel Mikczinski. Das Werkzeug ist in den letzten 18 Monaten von ihnen entwickelt, getestet und zur Marktreife gebracht worden.

Die zunehmende Komplexität technischer Produkte geht einher mit einer immer stärkeren Miniaturisierung. Bauteile, die kleiner als ein Millimeter sind, müssen platziert, montiert und miteinander verbunden werden. Für kleinere Stückzahlen werden solche Prozesse bisher in Handarbeit erledigt. MiCROW bietet insbesondere kleinen und mittelständischen Hochtechnologieunternehmen jetzt für solche Prozesse ein bislang einzigartiges Mikromontagewerkzeug an.

Miniaturisierte Produkte, Sensoren und Aktoren, Uhren und Messgeräte werden dadurch mit mehr als hundertfach höherer Präzision und geringerer Ausschussrate hergestellt. Das Werkzeug passt auf einen Arbeitstisch, lässt sich intuitiv bedienen und schnell für verschiedene Produkte umrüsten.

„Demnächst werden wir erste Pilotkunden bedienen“, kündigt der 31-jährige Manuel Mikczinski an. „Mit unserem klassischen Ansatz heben wir uns von vielen anderen Startups ab“, sagt er weiter. „Wir haben eine Maschine entwickelt und bewegen uns damit in einer Nischentechnologie. Außerdem steckt in unserer Entwicklung noch ein riesiges Potenzial“, freut er sich.

Anfang 2016 möchte das Team ins Oldenburger Technologie- und Gründerzentrum umziehen und ihre weiteren Ideen umsetzen und entsprechend vermarkten. Die Auszeichnung im Rahmen des Gründerwettbewerbs, die sie am Freitagabend in Berlin entgegennahmen, kam für die jungen Wissenschaftler also genau zum richtigen Zeitpunkt.

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