Bericht: Deutschland droht erstmals Klimaziel zu verfehlen

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Deutschland droht in diesem Jahr erstmals sein gesetzlich festgelegtes Klimaziel zu verfehlen. Die Treibhausgasemissionen seien im ersten Halbjahr trotz hoher Öl- und Gaspreise nur leicht um sieben auf 327 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente gesunken, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf eine erste Schätzung der Denkfabrik Agora Energiewende auf Basis vorläufiger Daten.
Das wären nur zwei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Sollte sich der Emissionsrückgang bis Ende des Jahres in diesem Tempo fortsetzen, werde Deutschland erstmals sein gesetzlich festgelegtes Klimaziel verfehlen, berichtet die Zeitung weiter.
Die Bundesregierung hatte in den Jahren 2021 bis 2024 stets die sektorspezifischen Klimaziele für Gebäude und Verkehr verfehlt; die Ampel-Regierung hatte sie daraufhin abgeschafft. Doch in Summe wurde das im Klimaschutzgesetz festgelegte Gesamtziel bisher immer eingehalten. In diesem Jahr droht Deutschland nun erstmals, die erlaubte Höchstmenge von 625 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten um zehn Millionen Tonnen zu verfehlen.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach dem Urlaub am vergangenen Wochenende im Hürtgenwald gesagt, er werde alles tun, um den Klimawandel zurückzudrängen. Leugner der Erderwärmung forderte er auf, sie sollten sich genau ansehen, was hier passiert sei. Man müsse damit rechnen, dass man häufiger solche Ereignisse habe. Das sei Klimawandel.
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