Theater-Bündnis fordert mehr finanzielle Unterstützung in Hannover
Das Bündnis #rettedeintheater hat mit einer Kundgebung am 29. April in Hannover auf die finanziellen Schwierigkeiten der Theater in Niedersachsen aufmerksam gemacht. Die Aktion beginnt um 10:30 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz.
Beschäftigte der freien, kommunalen und staatlichen Theater sowie des Göttinger Symphonieorchesters fordern eine nachhaltige und verlässliche Finanzierung der niedersächsischen Theater. Die öffentlichen Zuschüsse steigen nicht im gleichen Maße wie die Betriebskosten und die tariflich gebundenen Personalkosten.
Dies führt bereits jetzt zu spürbaren Einsparungen und künstlerischen Einschränkungen. Nach Schätzungen des Bündnisses benötigen die Theater in Niedersachsen in den kommenden fünf Jahren rund 25 Millionen Euro.
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Silke Köhler, die im ver.di-Landesbezirk die Theaterszene betreut, betont: „Wer qualitativ hochwertige Theaterkunst will, muss hochqualifizierte Kunstarbeiter entsprechend gut bezahlen.“ Sie warnt, dass ohne zusätzliche Gelder von der Landesregierung die Sparzwänge bei den Theatern zunehmen werden.
Dies werde sich sowohl bei den kommunalen Theatern mit verbindlich geregelten Tarifsteigerungen als auch in der freien Szene negativ auf die Arbeitsbedingungen auswirken.
Die finanzielle Situation der Theater und Orchester in Niedersachsen ist weiterhin angespannt. Bisher wurden Engpässe nur kurzfristig und punktuell ausgeglichen.
Besonders dringlich ist die Lage angesichts des anstehenden Doppelhaushalts 2027/2028, der die Investitionen in die Kultur für zwei Jahre festschreiben wird. Aktuell sind keine zusätzlichen Gelder für die Theater eingeplant.
Niedersachsen belegt seit Jahren einen der letzten Plätze bei den Pro-Kopf-Ausgaben für Kultur in Deutschland. Köhler warnt, dass ohne eine substanzielle Erhöhung des Etats ein weiterer Kulturabbau droht, was negative Folgen für die Standort-Attraktivität und den Tourismus haben könnte.
dts Nachrichtenagentur
Foto: via dts Nachrichtenagentur





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