Tatverdächtiger nach Tötungsdelikt in Neustadt am Rübenberge festgenommen

Tatverdächtiger nach Tötungsdelikt in Neustadt am Rübenberge festgenommen

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Nach einem versuchten Tötungsdelikt in Neustadt am Rübenberge hat die Polizei einen Tatverdächtigen vorläufig festgenommen. Der Mann steht im dringenden Verdacht, das Fahrzeug geführt zu haben, mit dem gezielt auf mehrere Personen zugefahren wurde, teilte die Polizei Hannover am Mittwoch mit.

Die Einsatzkräfte ermittelten den nunmehr Beschuldigten am Dienstag gegen 12.30 Uhr in Neustadt am Rübenberge und nahmen ihn widerstandslos fest. Anschließend wurde er einer Polizeidienststelle zugeführt.

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Seine Vorführung vor einem Haftrichter auf Antrag der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Hildesheim erfolgt noch am Mittwoch, 28. Oktober.

Der Tatvorwurf lautet unter anderem auf versuchten Totschlag in fünf Fällen. Die Ermittlungen hat der Zentrale Kriminaldienst der Polizeidirektion Hannover übernommen.

Eine frühere Mitteilung, wonach drei Personen festgenommen worden seien, beruhte auf einem internen Übermittlungsfehler. Tatsächlich habe es sich um eine allgemeine Personenkontrolle im Rahmen der laufenden Fahndungsmaßnahmen gehandelt.

Die Festnahme des eigentlichen Beschuldigten stehe damit in keinem Zusammenhang.

Informationen, die in Medien kursieren und wonach es im Vorfeld der Tat oder am Tattag zu einer proaktiven Kontaktaufnahme beteiligter Personen mit der Polizei gekommen sein soll, können nach den aktuell vorliegenden Erkenntnissen nicht bestätigt werden. Die Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten erklärte, die Tat habe viele Menschen erschüttert.

Wer nachts Schreie und Schüsse vor dem eigenen Fenster höre, frage sich zu Recht, wie sicher er in seiner Stadt sei. Nach den aktuellen Erkenntnissen habe sich die Tat gezielt gegen bestimmte Personen und nicht gegen Unbeteiligte gerichtet.

Dass eine solche Tat Menschen dennoch verunsichere, verstehe die Polizei sehr gut. Deshalb sei sie verstärkt vor Ort, zeige Präsenz und sei für die Bevölkerung ansprechbar.

Die Ermittlungen dauern an.

Die Polizei arbeite mit Hochdruck daran, die Tat aufzuklären und alle Tatbeteiligten zu ermitteln, vor allem diejenigen, die Gewalt gegen Menschen verübt hätten. Das Gewaltmonopol liege ausschließlich beim Staat; Konflikte dürften nicht am Rechtsstaat vorbei in aller Öffentlichkeit ausgetragen werden und möglicherweise Unbeteiligte gefährden.

Die Polizeipräsidentin bat alle, die etwas gesehen oder gefilmt haben, ihre Aufnahmen nicht in sozialen Netzwerken zu teilen, sondern der Polizei zu geben. Zeugen, die Hinweise zur Tat geben können oder über entsprechende Videoaufnahmen verfügen, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

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