Klinikum Osnabrück klärt über Hantavirus-Übertragung auf
Nach einem Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff mit mehreren Todesfällen hat das Klinikum Osnabrück über die Übertragungswege und Schutzmöglichkeiten informiert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schließt eine Übertragung von Mensch zu Mensch nicht aus, wie das Klinikum mitteilte.
Chefarzt Christoph Jüttner erklärte, dass die Übertragung des Virus vor allem durch Speichel, Kot oder Urin von Nagetieren erfolge.
Selbst in getrocknetem Zustand könnten diese Hinterlassenschaften noch mehrere Wochen infektiös bleiben. Eine Ansteckung geschehe meist unbemerkt durch das Einatmen staubfeiner Partikel oder über kleinste Hautverletzungen.
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Bei den in Europa verbreiteten Stämmen Puumala und Dobrava sei eine Übertragung von Mensch zu Mensch nicht möglich, so Jüttner.
Anders verhalte es sich beim Andes-Virus aus Südamerika, das auf dem betroffenen Schiff vermutet wird. In der Region Osnabrück habe er in den vergangenen Jahren viele Hanta-Fälle gesehen, die meist mild verliefen, in schweren Fällen aber bis zum Nierenversagen führen könnten.
dts Nachrichtenagentur




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