Niedersachsen

Erstes Gutachten zu Gips in Niedersachsen veröffentlicht

Die Ergebnisse des ersten Gutachtens zur Gesamtlage des Rohstoffs Gips in Niedersachsen wurden am Donnerstag veröffentlicht. Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz sowie das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen haben das Gutachten zur Ermittlung der Gesamtlage des Rohstoffs Gips gemeinsam beauftragt. Ökonomische und ökologische Aspekte zum Thema Gips, einschließlich Abbau, Verwendung, Recycling, Substitution sowie der naturschutzfachlichen und touristischen Bedeutung der Südharzer Gipskarstlandschaft, werden hier intensiv beleuchtet.

Das Gutachten zeigt verschiedene Aspekte und Handlungsansätze rund um die Gipsversorgung auf und bewertet die Auswirkungen eines Biosphärenreservats Südharzer Gipskarstlandschaft für Naturerhalt und Tourismus.

Hintergrund der Beauftragung ist die veränderte Rohstofflage um den wichtigen Baurohstoff Gips. Derzeit werden weite Teile des Rohstoffbedarfs an Gips aus Rauchgasentschwefelungsanlagen bedient.

Der REA-Gips ist ein Rückstand aus der Abgasreinigung bei der Kohleverstromung, der perspektivisch nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

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Das Gutachten schlägt zentrale Maßnahmen vor, um die Gipsversorgung in Niedersachsen zu sichern. Dazu gehören die Verbesserung des Gipsrecyclings und die raumordnerische Sicherung der inländischen Versorgung, bei gleichzeitigem Schutz von wertvollen Naturräumen und der Tourismuswirtschaft.

Die zentralen Ergebnisse des Gutachtens werden betroffenen Umwelt- und Wirtschaftsverbänden noch im Mai vorgestellt, gefolgt von einer Diskussion und der Möglichkeit zur schriftlichen Stellungnahme der Verbände.

dts Nachrichtenagentur

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