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Zweifel am Armutsbericht

Bettlerin, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Laut dem jüngsten Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes gibt es inzwischen 13,8 Millionen Arme in Deutschland, nun bestreiten Fachleute, dass diese erschreckende Zahl stimmt. „Der Paritätische malt ein Szenario an die Wand, das es nicht gibt“, sagte Markus Grabka vom Wirtschaftsforschungsinstitut DIW der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitagausgabe).

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„Es gibt nicht 13,8 Millionen Arme im Land.“ In dem Bericht würden Jahre verglichen, die man nicht vergleichen könne, sagte Judith Niehues vom Institut der deutschen Wirtschaft. „Die Zuspitzung der Parität ist nicht sinnvoll, wenn wir über wirksame Armutsbekämpfung diskutieren wollen“, sagte Georg Cremer, der langjährige Generalsekretär des Caritasverbandes. Parität-Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider hatte bei der Vorstellung des Armutsberichts Ende Juni von einem „Armutsrekord“ gesprochen. Auch unter Sozialpolitikern regt sich nun Kritik daran. „Die Rekordarmut ist eine Botschaft, die nicht belegt ist, wenn man genauer hinsieht“, sagte Martin Rosemann, der sozialpolitische Sprecher der SPD im Bundestag, der SZ. „Damit erweist der Paritätische seinem Anliegen einen Bärendienst.“

Foto: Bettlerin, über dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. W. Lorenzen-Pranger
    15. Juli 2022 um 0.55

    „Die Rekordarmut ist eine Botschaft, die nicht belegt ist, wenn man genauer hinsieht“, sagte Martin Rosemann, der sozialpolitische Sprecher der SPD im Bundestag, der SZ.

    Na, dann hoffen wir mal, daß er bald schon selbst mit dem Becherchen in der Hand an der nächsten Straßenecke sitzt. Vielleicht ändert sich seine Meinung ja dann?
    Man kann gar nicht mehr zynisch genug werden – nach sechzig Jahren Arbeit inclusive „Dienst an der Gemeinschaft“, gemeint ist der Zivildienst, mit ner dreihundert-Euro Rente.