Nachrichten

Ziemiak will Kanzlerkandidatenfrage vertagen

Paul Ziemiak, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat die Schwesterparteien CDU und CSU dazu aufgerufen, Personalfragen jetzt noch nicht zu diskutieren. „Markus Söder ist ein sehr guter Ministerpräsident und führungsstarker CSU-Vorsitzender. Die Frage, wer Kanzlerkandidat wird, diskutieren wir jedoch, wenn es so weit ist, und nicht jetzt, mitten in einer so ernsten Lage für das Land“, sagte Ziemiak der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Anzeige

Das sei auch sein Appell an die gesamte Union. Es gelte weiterhin volle Konzentration auf die Bekämpfung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen. „Für Personaldebatten ist jetzt nicht die Zeit. Erst das Land, dann die Partei: Das Virus ist da und macht auch keine Ferien“, so der CDU-Politiker. Deutschland werde im zweiten Halbjahr mit erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert sein. „Die Unternehmen und Selbstständigen brauchen Unterstützung, damit wir Arbeitsplätze sichern, zudem müssen wir für das Jahr 2020 mit einem erheblichen Rückgang der Steuereinnahmen rechnen. Personaldebatten interessieren die Bürgerinnen und Bürger gerade nicht besonders“, sagte der Generalsekretär. Erst nach dem Parteitag der CDU im Dezember, wenn die CDU einen neuen Parteivorsitzenden wählen will, werde man „mit der CSU besprechen, wer unser gemeinsamer Kanzlerkandidat werden wird“, so Ziemiak.

Foto: Paul Ziemiak, über dts Nachrichtenagentur

Vorheriger Artikel

Studie: Systemrelevante Berufsgruppen mit Bedingungen unzufrieden

Nächster Artikel

Kabinettsbeschluss gegen Werkverträge in Fleischbranche im Juli

Keine Kommentare bisher

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.