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Weltärztepräsident kritisiert „kleine Richterlein“

Justicia, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat die Vorsitzenden mancher Gerichte wegen Urteilen zu Corona-Maßnahmen kritisiert. „Ich stoße mich daran, dass kleine Richterlein sich hinstellen und wie gerade in Niedersachsen 2G im Einzelhandel kippen, weil sie es nicht für verhältnismäßig halten“, sagte Montgomery der „Welt“ (Montagausgabe).

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Da maße sich ein Gericht an, etwas, das sich wissenschaftliche und politische Gremien mühsam abgerungen hätten, mit Verweis auf die Verhältnismäßigkeit zu verwerfen. „Da habe ich große Probleme. Es gibt Situationen, in denen es richtig ist, die Freiheitsrechte hinter das Recht auf körperliche Gesundheit – nicht nur der eigenen Person, sondern Aller – einzureihen. Und eine solche Situation haben wir.“

Montgomery sieht die Chance, mit Omikron eine Durchimmunisierung schneller zu erreichen. „Wenn das Omikron-Virus, was wir im Moment nur hoffen können, eine deutlich geringere Krankheitslast hat, würde ich dennoch impfen wie verrückt. Die Ungeimpften müssen die Erkrankung dann eben durchmachen. Am Ende hätten wir dann vielleicht das Glück gehabt, dass wir die Durchimmunisierung schneller erreichen.“

Er rechne aber damit, „dass da noch mehr kommt. Es wird noch weitere Varianten geben. Das griechische Alphabet geht noch bis Omega.“

Foto: Justicia, über dts Nachrichtenagentur

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2 Kommentare

  1. Goldstein
    26. Dezember 2021 um 16.16 — Antworten

    Da maßt sich ein Ärztlein an über Eiinschränkungen von Grundrechten zu befinden, die von Verfassungsrechtlern mühsam und mutig gegen die vorherrschend Meinung zurechtgerückt werden.

  2. W. Lorenzen-Pranger
    26. Dezember 2021 um 23.57 — Antworten

    „Da maße sich ein Gericht an, etwas, das sich wissenschaftliche und politische Gremien mühsam abgerungen hätten, mit Verweis auf die Verhältnismäßigkeit zu verwerfen.“

    Ja, sie sie unvorstellbar unangreifbares Genie. Die maßen sich etwas an, was man Abwägung von Recht und Gesetz und Einschätzung einer gesellschatlichen Lage nennt – und die haben ihren Beruf nicht nur gelernt, die üben ihn auch wirklich aus.
    Es ist großartig, wie sie jedwede Zweifel an iher Einschätzung zerstreuen, in dem sie sich damit gar nicht erst inhaltlich auseinander setzen, es ist großartig, wie sie die Sprache der Macht – einer Macht, die sie hoffenltich nie bekommen werden – die aber schon ihre Vorläufer im „Dritten Reich“ so „perfekt“ beherrschten, nutzen können, um diese „Richterlein“ abzukanzeln. Oh großer Montgomery, eine Frage bleibt dabei allerdings offen – die danach, daß so ein Weltenretter wie sie selbst nicht dem Beruf nachgeht, den sie doch erlernt haben – dem, Patienten ganz unmittelbar zu helfen. Oder waren ihre Fähigkiten da gar nicht so großartig, daß sie sich vorsichtshalber mal in die Verbandspolitik flüchteten, bevor sie als Arzt womöglich nochmal Ärger bekommen? Fragen über Fragen…

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