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Vollverschleierung: Grüne Migrationspolitikerin gegen Uni-Verbot

Frau mit Burka, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die migrationspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Filiz Polat, hat sich gegen ein Verbot der Vollverschleierung an Universitäten oder anderen Orten ausgesprochen. „Die Möglichkeit, religiöse Symbole zu tragen oder auf sie zu verzichten, zeichnet eine demokratische Gesellschaft aus“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagausgaben). „Dabei steht fest, dass die Vollverschleierung von den allermeisten Musliminnen in Deutschland abgelehnt wird.“

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Es sei überdies „verfassungsrechtlich geboten, gläubigen Musliminnen den Zugang zu unserem Bildungssystem zu ermöglichen“, fügte Polat hinzu. „In unserem Rechtsstaat wäre ein derartiges Verbot sicherlich nicht möglich und auch der falsche Weg.“ In Schleswig-Holstein ist ein Verbot von Nikab oder Burka an Universitäten im Gespräch. Allerdings lehnen die Landes-Grünen anders ihre Koalitionspartner CDU und FDP ein solches Verbot ab. Der ehemalige Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir kritisierte dies am Montag in der „Bild“-Zeitung. „Auch wenn es nur um einen Fall geht, sind Burka oder Nikab etwas ganz anderes als etwa ein Kopftuch“, sagte er. „Hier geht es darum, die Frau als Mensch im öffentlichen Raum unsichtbar zu machen. Warum? Damit Männer nicht wie Tiere über sie herfallen? Sorry, das überzeugt mich nicht“, so Özdemir.

Foto: Frau mit Burka, über dts Nachrichtenagentur

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