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Unions-Politiker im EU-Parlament verteidigen Verbrennermotoren

Auspuff, über dts Nachrichtenagentur

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – CDU und CSU sind im Europaparlament gegen Klimavorgaben, die zu einem Ende von Verbrennungsmotoren führen würden. „Die Automobilbranche braucht Planungssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen für die Entwicklung neuer Motoren“, zitiert das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) aus einem am Dienstag gefassten Beschluss der Unions-Abgeordneten im Europaparlament.

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Der Verbrennungsmotor sei nicht per se klimaschädlicher als der Elektroantrieb. Es komme auf den Treibstoff an. „Wir weinen nicht dem Diesel nach“, sagte der Abgeordnete Markus Pieper (CDU) dem „Handelsblatt“. Auch er will Elektromobilität fördern.

„Aber wir müssen die Tür offenhalten. Wenn die Hersteller die Produktion von Verbrennermotoren stilllegen, gibt es kein Zurück mehr.“ Große Bedenken haben die Unionsabgeordneten in Bezug auf den CO2-Grenzausgleich. Im Papier heißt es, der Mechanismus müsse WTO-kompatibel sein und einen gleichwertigen Schutz davor bieten, dass sich Produktion ins Ausland verlagert.

„Wir bezweifeln, dass ein Grenzausgleichsmechanismus diese Bedingungen erfüllen und gleichzeitig unbürokratisch und resistent gegen Betrug sein kann.“ Als Fundamentalopposition wollen die Abgeordneten ihre Position nicht verstanden wissen. „Ein klimaneutrales Europa, dessen Unternehmen Weltmarktführer bei nachhaltigen Technologien sind, wird auch in Zukunft Arbeitsplätze und Wohlstand schaffen“, heißt es im Papier. „Die Klimaziele von Paris sind unser Maßstab“, sagte Pieper.

„Ohne Wenn und Aber.“

Foto: Auspuff, über dts Nachrichtenagentur

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2 Kommentare

  1. Johannes Wagner
    6. Juli 2021 um 17.33

    Es ist traurig, dass Politiker nicht verstanden haben, dass eine Veränderung des Handelns nötig ist. Sie wollen aber einfach nur Besitzstände sichern und sehen nicht wissenschaftliche Erkenntnisse. Ganz anders die Wirtschaft – da hat manschon verstanden und weiß, was zu tun ist:
    So hat der Verbrennermotor auf mit Wasserstoff keinen Sinn, denn im Gegensatz zur Batterie, geht fast 80% der Energie verloren.
    „Die Brennstoffzelle dagegen hält er auf absehbare Zeit nicht für konkurrenzfähig, weil bei diesem Prozess zu viel Energie verloren gehe.“
    https://www.rnd.de/wirtschaft/mercedes-will-elektrisch-liefern-erster-batterie-lkw-als-serienmodell-BDPIXQDJGNGO5BWRQ3V2UNQWCU.html

    • W. Lorenzen-Pranger
      6. Juli 2021 um 19.34

      >>…geht fast 80% der Energie verloren.<<

      So ist es. Ich kann auch nicht begreifen, wie es möglich sein soll, mit einer Technologie, die mehrere erhebliche Reibungsverluste einplant, zu sparen. Man muß sich das auf der Zuge zergehen lassen: Ich erzeuge "grünen" Strom (bisher viel zu wenig – Laschet und Söder sei Dank), verwende ihn in der Elektrolyse um sehr energieverlustreich Wasserstoff zu erzeugen, betanke damit ein Auto, dessen Brennstoffzelle dann wieder Strom draus macht. Sowohl der Wasserstoff als auch die Technik extrem teuer und sehr störungsanfällig.
      https://www.youtube.com/watch?v=bGBYGWBSzOs
      Da die Amerikaner den Nazis kein Helium liefern wollten, fuhr man die Hindenburg mit Wasserstoff…
      Statt den einmal erzeugten Strom einfach in den Akku zu laden und damit loszufahren.
      Übrigens, ich hatte das hier schon mal verlinkt: Ein professionelles Lastenfahrrad (über 200 Kilo Last) braucht für eine Strecke von zwanzig Kilometer für – – – einen Cent Strom, hat ein kluger Kopf ausgerechnet Ich stelle mir das mal als "Moped" mit Wasserstoff vor – – – oder lieber doch nicht? Also, warum sollten Autos so unsinnig und unökonomisch betankt werden?
      Mancher Politiker hätte gut daran getan, in der Schule besser aufzupassen – vor allem in den naturwissenschaftlichen Fächern…