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Union für Abkehr von russischer Gasversorgung bei Ukraine-Invasion

Nord-Stream-Anbindungsleitung EUGAL, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt (CDU), hat scharfe Sanktionen gegen Russland gefordert, sollte der russische Präsident Wladimir Putin einen Einmarsch in die Ukraine befehlen. „Putin muss wissen: Ein Einmarsch in der Ukraine wäre für Russland ein unkalkulierbares Risiko“, sagte Hardt der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).

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„Abgesehen davon, dass Russland mit massiver ukrainischer Gegenwehr und vielen getöteten russischen Soldaten rechnen müsste, würde ein verschärftes westliches Sanktionsregime die ohnehin strapazierte russische Wirtschaft und damit den russischen Staatshaushalt weiter schwächen.“ Die Europäer müssten zügig entscheiden, ob man unter einer solchen russischen Aggression weiter wichtigster Gas-Partner sein wolle. „Die bereits angedachte Diversifizierung der Gasversorgung für Europa müsste mit Macht umgesetzt werden.“ Das werde zwar vorübergehend mit höheren Kosten verbunden sein, sich langfristig aber rechnen, sagte Hardt.

„Russland mit seinem Gas wäre dann zunehmend weniger im Geschäft, Nord Stream 2 schlicht überflüssig und damit unwirtschaftlich. Eine solche Entwicklung würde Putins Macht erschüttern. Ich setze darauf, dass Putin und sein Umfeld erkennen: Ein neuerlicher Völkerrechtsbruch wäre der Anfang vom Ende der Herrschaft der Kreml-Kleptokratie“, so der CDU-Politiker.

Foto: Nord-Stream-Anbindungsleitung EUGAL, über dts Nachrichtenagentur

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2 Kommentare

  1. Markus
    12. Dezember 2021 um 16.36

    Was fabulieren diese eigentlich immer von einem russischen Überfall? Es ist wohl eher so, dass fleissig an einem neuen Sender Gleiwitz gebastelt wird, um Russland überfallen zu können. Von derartigen Schweinereien distanziere ich mich schon jetzt in aller Deutlichkeit. Denn der Westen hat dies bisher zweimal versucht (Napoleon, Hitler) und immer kräftig auf die Fresse gekriegt – und zwar verdientermassen. Die jetztige Generation von politischen Scharfmachern ist zu jung und hat noch nie einen Krieg am eigenen Leibe erlebt.
    Ob NATO-Terroristen wohl 20, 30 Jahre Strafarbeit in Sibirien gut überstehen? Ihre Anstifte, die jetzt noch in beheizten Büros ihre gemütlichen Sessel plattsitzen garantiert nicht.

  2. Murdfield
    15. Dezember 2021 um 10.04

    „Die Abkehr vom russischen Gas würde sich langfristig rechnen“, verstehe ich nicht. Welches Energiekonzept ist gemeint??