Umweltverbände prüfen Verfassungsklage gegen Tesla-Probebetrieb
Karlsruhe (dts Nachrichtenagentur) – Die Umweltverbände NABU und Grüne Liga prüfen eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die vorläufigen Baugenehmigungen, die der US-Autobauer Tesla in Grünheide für seine Fabrik von den zuständigen Behörden erhalten hat. Das sagte die Geschäftsführerin des NABU Brandenburg, Christiane Schröder, dem Portal „Business Insider“.
Auf dem Weg zum Bundesverfassungsgericht gebe es viele bürokratische Hürden, die es zu nehmen gelte – und Kosten, die auf einen zukommen. „Wir prüfen das gerade alles“, so die Geschäftsführerin. Die Umweltverbände waren jüngst mit ihrer Klage beim Oberlandesgericht Berlin-Brandenburg gescheitert. „Wir halten das Urteil des Gerichts für eine Fehlentscheidung“, sagte Schröder dazu.
Konkret klagen die Umweltverbände gegen die vorläufige Baugenehmigung für Tesla, mit der der US-Autobauer Testungen von Anlagen in der Fabrik durchführen kann. Die Zulassung erlaubt dem US-Elektroautobauer schon vor Erteilung einer Gesamtgenehmigung bereits installierte Anlagen und Aggregate der Bereiche Gießerei, Lackiererei und Karosseriebau zu erproben. Zusätzlich dürfen Tanks zu Spül- und Testzwecken eingebaut und genutzt werden. Die Umweltverbände argumentieren, dass ein Probebetrieb insbesondere in der Lackiererei derzeit verantwortungslos sei.
Foto: Standort von neuer Tesla-Fabrik in Brandenburg, über dts Nachrichtenagentur
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1 Comment
W. Lorenzen-Pranger
19. Juli 2021 @ 20.57
Jemand will in Deutschland möglichst schnell – und ohne „Subventionen“ (!) – Autos ohne Abgase produzieren und Umweltschutzorganisationen (?) klagen dagegen? Sind die bekloppt?