Umweltbundesamt offen für befristete Legalisierung von Heizpilzen

Umweltbundesamt, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Umweltbundesamt (UBA) ist offen für eine mögliche Aussetzung des Heizpilz-Verbots für Gastronomen bis Ende der Corona-Pandemie. „Man muss natürlich schauen, wenn die Pandemie vorbei ist, dass diese Heizstrahler dann wieder abgebaut werden und nicht in den Folgejahren genauso weiter betrieben werden“, sagte der Experte für Energieeffizienz im UBA, Jens Schuberth, am Freitag der RTL/n-tv-Redaktion. Insgesamt ließen sich die Folgen für Umwelt und Klima nur schwer beziffern, weil man ja nicht wisse, wie viele Heizstrahler wie lange aufgestellt und betrieben würden, so Schuberth.

Grundsätzlich aber sei das Verbot der Heizpilze richtig. „Das Beheizen von Außenflächen ist eine große Energieverschwendung. Wir geben uns große Mühe Häuser zu isolieren, damit wir dort weniger Energie verbrauchen und beginnen dann Außenflächen zu heizen.“ Und dabei mache es keinen Unterschied, ob es sich um elektrisch betriebene Heizstrahler oder gasbetriebenen Heizpilze handele. „Wenn man eine Fläche eine Stunde mit einem Heizstrahler beheizt, dann könnte man, läge diese Fläche in einem Haus, diese Fläche sechs Stunden lang heizen.“ Unter Umweltgesichtspunkten sei es besser auf Heizpilze zu verzichten, auch wenn solche Treffen in Gaststätten zur Geselligkeit beitrügen. „Draußen kann man sich warm anziehen.“ Viele Gastronomen hielten Decken bereit, in die man sich „einkuscheln“ könne, damit es draußen angenehmer ist. „Oder man nimmt das Essen doch mit nach Hause und isst dort, da ist ja schon geheizt.“

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Foto: Umweltbundesamt, über dts Nachrichtenagentur

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