Ukrainische Friedensnobelpreisträgerin will Leopard-Panzer

Panzer-Transport auf der Autobahn, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die ukrainische Friedensnobelpreisträgerin Oleksandra Matwijtschuk hat Deutschland zu einer Verstärkung von Waffenlieferungen aufgefordert. „In der EU sagen mir die Politiker immer, dass sie verstehen, dass die Ukraine für ganz Europa kämpft“, sagte Matwijtschuk der „Welt“ (Donnerstagsausgaben).

„Dann frage ich: Wenn das so ist, warum schickt Ihr uns dann keine Leopard-Panzer?“ Deutschland liefere zwar inzwischen mehr Waffen. „Aber das geht zu langsam.“ Die Bundesrepublik habe eine „besondere Verpflichtung“ zur Hilfe, sagte Matwijtschuk. „Deutschland war zusammen mit Frankreich über Jahre der Vermittler zwischen Russland und der Ukraine im sogenannten Normandie-Format und hat diesen großen Krieg nicht verhindert.“

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Zugleich warnte sie die deutsche Bevölkerung vor Illusionen mit Blick auf einen Frieden mit Russland. „Wenn ein Land, in das der Feind einmarschiert ist, aufhört zu kämpfen, ist das kein Frieden. Das nennt sich Besatzung“, sagte sie. „Deshalb müssen wir diesen Krieg mit einem Sieg über Russland beenden.“

Die von Matwijtschuk geleitete Menschenrechtsorganisation „Zentrum für bürgerliche Freiheiten“ erhielt in diesem Jahr den Friedensnobelpreis zusammen mit Menschenrechtsaktivisten in Russland und Weißrussland. Matwjitschuks Organisation widmet sich seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine im Jahr 2014 der Dokumentation russischer Verbrechen in der Ukraine.

Foto: Panzer-Transport auf der Autobahn, über dts Nachrichtenagentur

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