Städte- und Gemeindebund hält Warenhäuser für „systemrelevant“
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Warenhaus-Unternehmen Galeria Karstadt Kaufhof erntet entsetzte Reaktionen auf die Ankündigung, mehrere Dutzend Warenhäuser zu schließen. „Das wäre ein harter Schlag, zumal wir befürchten, dass es vor allem strukturschwache Kommunen trifft“, sagte Norbert Portz, Infrastruktur-Experte des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, der „Welt“ (Samstagsausgabe). Man müsse retten, „was zu retten ist“.
Der Infrastruktur-Experte bezeichnete die Warenhäuser als „systemrelevant“ für die Innenstädte. Die Kaufhäuser bildeten in der Regel den Kern des stationären Handels in den Fußgängerzonen. „Fehlen sie, bleiben die Kunden weg“, sagte Portz. Deshalb würde man es begrüßen, „wenn sich das Management möglichst schnell mit den Bürgermeistern und den Verantwortlichen vor Ort zusammensetzen würde“, so der Infrastruktur-Experte weiter. Ohnehin vielerorts angeschlagen durch die generellen Sperrungen im Zuge der Coronakrise, würde eine Schließung der Warenhäuser die Attraktivität der Citys für Kunden weiter schmälern. Portz appellierte an die Eigentümer der Immobilien, dem angeschlagen Handelskonzern bei den Mieten entgegenzukommen.
Foto: Fußgängerzone Stuttgart, über dts Nachrichtenagentur
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