Stadtwerke-Verband verspricht Preissenkungen für Fernwärmekunden

Fernwärme-Anschluss (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Stadtwerke-Verband VKU macht Fernwärme-Kunden Hoffnung auf absehbar sinkende Tarife. Die jüngsten Steigerungen kämen zustande, „weil die Gaspreise im vergangenen und vorvergangenen Jahr gestiegen sind“, sagte VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

Die in den vergangenen Monaten klar rückläufigen Beschaffungskosten würden sich aber auch bei Fernwärmekunden „in den Preisen in der Breite widerspiegeln“, selbst wenn Gas wieder teurer werde. „Eine Zusage für jeden Kunden kann ich natürlich nicht abgeben, denn jedes Unternehmen hat individuelle Kostenbestandteile.“

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Liebing reagierte auf Vorwürfe von Politik und Verbraucherschützern, Fernwärme-Anbieter würden undurchsichtige Regeln für überhöhte Preise ausnutzen. „Wer die Fernwärme mit falschen Abzocke-Vorwürfen diskreditiert, gefährdet die Wärmewende insgesamt. Wir brauchen mehr Fernwärme, um CO2-frei zu heizen und das Klima zu schützen“, sagte der VKU-Hauptgeschäftsführer.

Die Stadtwerke hätten ein starkes Eigeninteresse an wettbewerbsfähiger Fernwärme. „Wir wollen vielerorts die Wärmenetze ausbauen, weil es für die Kunden in vielen Gebieten und für das Klima das technisch und wirtschaftlich Beste ist. Und deswegen kann ich nur davor warnen, die Fernwärme jetzt schlecht zu reden.“

Liebing warnte auch eindringlich vor neuen Auflagen: „Die Diskussion über staatliche Eingriffe bis hin zu Erlösobergrenzen für die Anbieter sind Gift und drohen den Fernwärme-Ausbau abzuwürgen“, sagte er. Zudem müsse der Bund deutlich mehr Geld in die kommunale Wärmewende stecken. „Mit der finanziellen Förderung, die der Bund derzeit anbietet, ist der notwendige Ausbau definitiv nicht zu schaffen“, sagte er.

Bis 2029 stünden nur noch knapp drei Milliarden Euro insgesamt für effiziente Wärmenetze zur Verfügung. „Wir brauchen bis Mitte der 30er-Jahre mindestens drei Milliarden Euro jährlich, auch um auf klimaneutrale Wärmequellen umzurüsten“, so die Forderung des VKU-Chefs.

Für die Sanierung von Häusern oder die Beschaffung von Wärmepumpen würden viel höhere Summen eingesetzt, die es teils gar nicht brauche, wenn die Fernwärme zu den Menschen komme. Die Ampel-Regierung hat das Ziel gesetzt, den Fernwärme-Anteil zu verdreifachen, sodass bis 2045 40 statt 14 Prozent der Haushalte an ein Wärmenetz angeschlossen sind.

dts Nachrichtenagentur

Foto: Fernwärme-Anschluss (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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