Spahn will alle Vermittler von Masken-Deals veröffentlichen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will nach Rücksprache mit der Bundestagsverwaltung die Namen aller Abgeordneten nennen, die im Zusammenhang mit der Maskenbeschaffung gegenüber dem Ministerium in Erscheinung getreten sind. „Wir wollen volle Transparenz in einem geordneten Verfahren ermöglichen“, sagte Spahn dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagsausgaben).
„Da die Persönlichkeitsrechte von Abgeordneten berührt sind, habe ich den Bundestag gebeten, mit uns einen Verfahrensvorschlag zu entwickeln.“ In einem Brief von Gesundheitsstaatssekretär Thomas Steffen an Bundestagsdirektor Lorenz Müller heißt es, dem Gesundheitsministerium lägen zahlreiche Anfragen aus der Mitte des Parlamentes und von der Presse vor. Dabei gehe es im Kern um die Bitte der Mitteilung, welche Mitglieder des Bundestages im Zusammenhang mit der Maskenbeschaffung gegenüber dem Ministerium in Erscheinung getreten seien. „Das BMG ist im Sinne der Transparenz grundsätzlich bereit, eine Liste entsprechender Abgeordneter dem Parlament und auch der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen“, schreibt Steffen in dem Brief, über den die RND-Zeitungen berichten.
„Gleichzeitig berührt eine entsprechende Information die Rechte der betroffenen Abgeordneten. Daher würde ich mich zum Verfahren, wie dem Informationsinteresse sowie den Rechten der Abgeordneten bestmöglich Rechnung getragen werden kann, gerne kurzfristig mit Ihnen austauschen“, bittet Staatssekretär in dem Schreiben. Spahn wies gegenüber dem RND darauf hin, dass das „Prüf- und Zuschlagsverfahren sowie die Vertragsabwicklung auf Fachebene in einem standardisierten Verfahren“ durchgeführt worden sei. Das unabhängig davon erfolgt, „durch oder von wem ein Angebot abgegeben wurde“.
Foto: Jens Spahn, über dts Nachrichtenagentur
NachrichtenRainer befürchtet hohe Suizidrate unter Landwirten
NachrichtenWissler wirbt für Rot-Grün-Rot in Berlin
NachrichtenKretschmer zeigt Verständnis für Bas-Rückzug
NachrichtenReichinnek wirft Merz mangelndes Mitgefühl vor
NachrichtenJuso-Chef begrüßt Neuwahl der SPD-Spitze
NachrichtenUS-Börsen uneinheitlich – Ölpreis steigt deutlich

2 Comments
Dirk
9. März 2021 @ 9.35
Super Sache, jetzt noch alle eigenen Immobiliendeals transparent offenlegen!
Meik John
9. März 2021 @ 6.07
Danach müssten dann die Pharma – Lobbyisten dran , Herr Spahn.Da steht jemand auf ganz dünnen Eis.