Situation auf Intensivstationen unterschiedlich

Krankenhausflur, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Situation auf deutschen Intensivstationen ist derzeit unterschiedlich. „Einige der Intensivstationen sind schon sehr belastet, bei anderen gibt es noch größere Kapazitäten“, sagte Christel Bienstein, Präsidentin des Deutsche Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). Es sei aber bereits absehbar, dass sich die Situation zuspitzen werde.

„Die Covid-Patienten benötigen meist recht lange die Intensivversorgung, sodass man nicht auf eine schnelle Fluktuation auf den Stationen bauen kann“, sagte Bienstein weiter. Pflegekräfte könnten nicht einfach auf Intensivstationen versetzt werden. „Die Fachpflegepersonen auf den Intensivstationen haben überwiegend eine Zusatzausbildung absolviert, beziehungsweise Berufserfahrung im Bereich und sie arbeiten in einem hochkomplexen Gebiet. Das kann man nicht auf die Schnelle lernen“, sagte Bienstein. Für eine gute pflegerische Versorgung sei diese Qualifikation notwendig und bei Personalmangel sollte man zuerst versuchen, Personal mit der Zusatzausbildung beispielsweise über Zeitarbeitsfirmen oder den Freiwilligen-Pool zu bekommen. Die Idee des Robert-Koch-Instituts (RKI), dass – in absoluten Ausnahmefällen – auch infizierte Pflegefachpersonen für die Versorgung von Covid-Patienten eingesetzt werden, wenn sie selbst symptomlos sind und in Schutzausrüstung arbeiten, sei „leider“ noch nicht vom Tisch, kritisierte Bienstein. Für die Langzeitpflege sei es wichtig, dass die Einrichtungen bei der Umsetzung der Teststrategie unterstützt würden, damit man einerseits den Infektionsschutz möglichst gut durchführen könne und keine Situation schaffe, in der die Menschen mit Pflegebedarf völlig isoliert würden. In der Nacht zu Mittwoch wurden in deutschen Intensivstationen 2.397 Covid-19-Patienten behandelt, 19.175 mit anderen Leiden.

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Foto: Krankenhausflur, über dts Nachrichtenagentur

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