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Schwesig kritisiert Spahn wegen Biontech-Begrenzung

Impfspritze mit Impfstoff von Biontech, über dts Nachrichtenagentur

Schwerin (dts Nachrichtenagentur) – Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für die geplante Begrenzung von Biontech-Impfdosen scharf kritisiert. Das Gesundheitsministerium werfe „Brocken in das Impfgetriebe“, sagte Schwesig der „Bild am Sonntag“.

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Sie habe kein Verständnis mehr für dieses „Hin und Her“ von Spahn. Angesichts der herrschenden Corona-Lage forderte Schwesig, die angekündigte Limitierung „unverzüglich“ zurückzunehmen. Für Klaus Holetschek (CSU), Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz, sind die Lieferbegrenzungen des Biontech-Impfstoffs unterdessen „inakzeptabel und zerstören Vertrauen“. Er verlangte: „Sie müssen sofort zurückgenommen werden.“

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach mahnte: „Es wäre ein schwerer Fehler in der aktuellen Notlage, durch eine Begrenzung von Biontech Ärzte und Patienten zu Moderna umerziehen zu wollen.“ Bereits jetzt würden ihm Ärzte-Kollegen berichten, „dass sie in ihrer Praxis zu wenig Impfstoff haben“. Andreas Gassen, Chef der deutschen Kassenärzte, ist angesichts der Biontech-Limitierung „fassungslos“. Er sagte der Sonntagszeitung, dass die Moderna-Dosen nur bedingt weiterhelfen würden, weil sie nicht an Unter-30-Jährige gespritzt werden dürften, beim Transport empfindlicher seien und bei den Patienten erheblichen Beratungsbedarf auslösten.

Foto: Impfspritze mit Impfstoff von Biontech, über dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. W. Lorenzen-Pranger
    21. November 2021 um 11.36 — Antworten

    Während inzwischen die Tagesthemen am 20. 11. aus nur noch einem einzigen Thema, o.k., plus Sport und Wetter, bestanden, fällt einem nur noch die Benetton-Werbung vor wenigen Jahrzehnten ein. Damals waren es auch Siechende und Sterbende, die es bringen sollten – und der Schock wirkte. Niemand war so im Gespräch wie diese Firma. Nur gibts inzwischen einige Änderungen, so ist z.B. mittlerweile die Werbung für Arzneimittel, dazu gehören natürlich auch diese sogenannten Impfstoffe, in Deutschland grundsätzlich verboten, die Werbung der Firma Benneton wurde als geschmacklos untersagt, die Nachrichten waren noch keine Propaganda-Show, über die Eu-Abgeordenete aus östlicheren Lämdern sagen, daß die Staatspropaganda in ihren Ländern im, damals noch, „Kommunismus“ nicht halb so skrupellos war wie die in der EU heute. Wie wäre es, wenn die, die sich oft längst zu Unrecht als Journalisten bezeichnen, mal wieder zu ihrer ernsthaften Arbeit, der Recherche, zurückkehren würden? Immerhin, so gabs mal zu der besten Zeit des Journalismus die schöne Bezeichnung der Presse ganz allgemein als „vierte Macht“ im Staat, als Kontrollorgan gegenüber der Politik. Nur, heute tritt ja nicht mal ein Ministerpräsidnet eines Bundslandes zurück, wenn ein Gericht feststellt, das er, sozusagen gleich zweimal, gegen die Verfassung verstieß. Einmal gegen die seines Bundeslandes und dann der übergeordneten des Bundes.
    Das waren noch Zeiten, als mal einer wegen der Werbung für einen Plastikchip seines Schwagers, für die er nicht einmal etwas bekam, richtig Ärger kriegte.
    Kein Wunder, daß die Spahns, Söders, Seehofers – und wie sie alle heißen – bis zur absoluten Menschenverachtung dem Volk auf der Nase herumtanzen können – „wir“ lassen uns das ja alles kritiklos gefallen, ja „wir“ kaufen sogar noch die Zeitungen die das eins zu eins verbreiten und sehen uns diese „Tagesthemen“ ohne jeden Widerspruch an…

    „Wir haben Frühling und die Blätter fangen schon an, braun zu werden.“
    Kabarettist Werner Finck 1930-er Jahre

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