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Scharfe Kritik an Italien-Reise des Tourismus-Ausschusses

Mailänder Dom, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Italien-Reise des Tourismus-Ausschusses des Bundestags ist unter Amtskollegen auf Kritik gestoßen. „Man muss in der Politik die Prioritäten richtig setzen“, sagte Klaus Brähmig, früherer CDU-Bundestagsabgeordnete und bis 2015 selbst Chef des Tourismus-Ausschusses, der „Bild“.

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In Deutschland breche aktuell „die Infrastruktur auf Bahnhöfen und Flughäfen zusammen und die Tourismus-Experten des Bundestags fahren nach Mailand und Venedig“. In diesen Zeiten hätten die touristischen Probleme in der Heimat für ihn „absolute Priorität“, so Brähmig. Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Sven Schulze (CDU) sagte: „Anstelle von Fotos vor dem Mailänder Dom, die mehr nach Urlaub als nach Arbeit aussehen, hätte ich mir ein Foto von einer Sondersitzung in Berlin gewünscht, in der über Lösungen für die unhaltbaren Zustände an deutschen Flughäfen diskutiert worden wäre.“ Die Ausschuss-Vorsitzende Jana Schimke (CDU) kündigte indessen an, dass sich der Ausschuss in der kommenden Sitzungswoche mit der Situation an deutschen Flughäfen befassen werde. Man habe dazu die Bundesregierung in den Ausschuss geladen. Die Delegation des Ausschusses für Tourismus war am Sonntag unter Leitung der Ausschussvorsitzenden Jana Schimke eine viertägige Reise in die norditalienischen Städte Mailand und Venedig angetreten. Die Reise diene „der Informationsgewinnung und dem Austausch zu aktuellen tourismuspolitischen Themen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundestages. Im Vordergrund stehe dabei der „Neustart für den Tourismus im Kontext der Covid-19-Pandemie“.

Foto: Mailänder Dom, über dts Nachrichtenagentur

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