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Roxette-Gründer Gessle: Tod von Marie Fredriksson war „verheerend“

Frau mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Ein Jahr nach dem Tod von Roxette-Sängerin Marie Fredriksson erinnert sich Per Gessle an seine gute Freundin und Bandkollegin. „Ich vermisse Marie. Ich und der Rest der Welt“, sagte er der „Welt am Sonntag“.

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Fredriksson hatte sich aufgrund eines Hirntumors aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, ihr Tod im Dezember 2019 sei daher keine Überraschung gewesen. „Wir wussten, dass es zum Ende kommen würde“, sagte Gessle. „Aber wenn man so eine Nachricht bekommt, bricht es einem trotzdem das Herz. Du denkst, du bist auf den Tod vorbereitet, aber das bist du niemals wirklich. Es war verheerend.“

Gessle entschied sich dafür, auf Konzerten auch weiterhin Songs von Roxette zu spielen: „Es gab zwei Möglichkeiten: Entweder ich spiele diese Lieder nie wieder. Oder ich arbeite mit ihnen. Ich sprach mit Marie darüber und sie hatte kein Problem, dass ich die Roxette-Songs verwende.“

Daran hält er auch nach dem Tod der Sängerin fest: „Man darf auch nicht zu sehr nur zurückblicken, sondern muss auch in die Zukunft schauen. Sonst würde die Welt sehr dunkel werden“, sagte er. Gessle verlor nicht nur Fredriksson an den Krebs.

Ab 2013 verstarben innerhalb von drei Jahren seine Mutter, sein Bruder und seine Schwester. Als er 18 Jahre alt war, verstarb bereits sein Vater an der Krankheit. Das sei so eine Sache, die einen trifft, wenn man älter wird, sagte Gessle. „Die Menschen um dich herum sterben. Nicht nur Familie, sondern auch Freunde. Und Menschen, zu denen du aufschaust: Tom Petty, Prince, Sean Connery“.

Es sei schwer, sich daran zu gewöhnen, so der Musiker. „Und du wirst niemals wirklich damit klarkommen, aber was willst du tun. Du musst jeden Tag wieder aufwachen und deinen Weg gehen.“

Foto: Frau mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur

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