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RKI beklagt Defizite beim Impfstatus von Kindern und Jugendlichen

Robert-Koch-Institut, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Robert-Koch-Institut hat Defizite beim Impfstatus von Kindern und Jugendlichen in Deutschland beklagt. Es würden immer noch „wichtige Impfziele verfehlt“, sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Donnerstag. „Entscheidende Impfquoten bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland sind in allen Altersbereichen zu niedrig.“

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Zuvor hatte das Institut erstmals Daten zum Impfstatus aus den Schuleingangsuntersuchungen und Abrechnungsdaten der niedergelassenen Ärzteschaft in einem gemeinsamen Bericht ausgewertet und in einer Gesamtschau dargestellt. Dem RKI zufolge werden Impfserien zu oft später begonnen, als von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen, und nicht zeitgerecht abgeschlossen. Dadurch blieben Kinder unnötig lange ungeschützt. Zudem verfehle man so wichtige internationale Impfziele zur Ausrottung von Polio oder Masern. Generell zeigte sich in den Auswertungen des Instituts zum Impfstatus bei Schuleingang ein leichter Rückgang der Impfquoten bei den Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten in den letzten Jahren. Bei der Impfung gegen Poliomyelitis und Haemophilus influenzae Typ b scheint er dagegen zum Stillstand gekommen zu sein. Die Impfquoten der Hepatitis-B-Impfung stiegen erstmals wieder leicht an. Im zeitlichen Verlauf der letzten zehn Jahre stiegen zudem die Impfquoten bei den zuletzt eingeführten Impfungen (wie Meningokokken C, Pneumokokken oder Windpocken). Eine weitere Ausnahme bildet die Masernimpfung mit einem leichten Anstieg über die vergangenen Jahre. Im Alter von 24 Monaten waren zuletzt 68 Prozent der Kinder zweimal gegen Masern geimpft. Zum Schuleingang hatten 93 Prozent der Kinder die zweite Impfung erhalten. Zum sechsten Geburtstag waren rund 35.000 Kinder in Deutschland gänzlich ohne Masernimpfung.

Foto: Robert-Koch-Institut, über dts Nachrichtenagentur

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