Priorisierung für Johnson-&-Johnson-Impfstoff wird aufgehoben

Impfzentrum, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson soll künftig für alle freigegeben werden. Darauf habe er sich mit seinen Länderkollegen geeinigt, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag mit.

Die Priorisierung für das Mittel soll demnach „wie bei Astrazeneca“ aufgehoben werden. Nach ärztlicher Aufklärung und individueller Entscheidung gebe man damit allen die Möglichkeit, mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft zu werden. Bei Astrazeneca gilt die Freigabe in der Regel in den Arztpraxen, aber nicht in den Impfzentren. Generell wird J&J in Deutschland künftig aber vor allem für Personen ab 60 Jahren empfohlen.

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Jüngere sollen den Wirkstoff nach ärztlicher Beratung dennoch weiterhin erhalten dürfen. Mit der Entscheidung war gerechnet worden: Bereits am Freitag hatte es entsprechende Medienberichte gegeben. Bei Johnson & Johnson waren in einzelnen Fällen Blutgerinnsel nach einer Impfung beobachtet worden. Die USA hatten die Impfungen deswegen sogar vorübergehend ausgesetzt.

In der EU ist der Impfstoff, der auch unter dem Namen der Tochtergesellschaft Janssen bekannt ist, bereits seit März zugelassen, lange hatte es aber keine Lieferung gegeben. Die Bundesländer verwenden J&J bisher extrem zurückhaltend. Stand Montagmorgen wurden erst 19.869 Einheiten verspritzt, der Rest wird gehortet.

Foto: Impfzentrum, über dts Nachrichtenagentur

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