Nouripour: Bundesregierung muss öfter Friedensinitiative ergreifen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour sieht Deutschland nach dem Libyen-Gipfel im Kanzleramt in der Pflicht, künftig viel häufiger die Initiative für die Lösung internationaler Konflikte zu ergreifen. Es sei allein schon ein Erfolg der Bundesregierung, dass am Sonntag so viele internationale Hauptakteure angereist seien, um über Voraussetzungen für die Friedenssicherung in dem Bürgerkriegsland zu verhandeln, sagte Nouripour der „Rheinischen Post“. Es zeige aber auch, dass Deutschland in den vergangenen Jahren seine Stärke nicht genutzt habe, um bei der Befriedung von Krisen und Kriegen in der Welt zu helfen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) genieße hohes Ansehen auf internationaler Ebene, habe aber zu wenig daraus gemacht, so der Grünen-Politiker weiter. Der Libyen-Gipfel, bei dem sie die Hauptakteure in Berlin habe versammeln können, sei ein Beweis dafür, dass sich das ändern müsse, sagte Nouripour.
Foto: Scholz, Merkel und Seehofer mit Koalitionsvertrag 2018-2021, über dts Nachrichtenagentur
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