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Netzausbau: Schneider dringt auf Freileitungen statt Erdkabel

via dts Nachrichtenagentur

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat dafür plädiert, bei neuen Projekten für den Netzausbau ausschließlich auf Freileitungen statt Erdkabel zu setzen, um erneuerbare Energien mit höherem Tempo voranzutreiben.

„Alle in der Koalition haben sich zu den Klimazielen bekannt. Und was die Energiewende angeht, unterstütze ich das Anliegen, die Kosten zu senken. Ein großer Kostentreiber ist das aufwendige Verbuddeln von Übertragungsnetzen unter die Erde“, sagte Schneider der „Rheinischen Post“.

„Deswegen bin ich dafür, dass nur noch die Überlandleitungen unterirdisch verlegt werden, die bereits geplant und genehmigt wurden. Alle weiteren sollten als oberirdische Freileitungen ausgebaut werden, um das Tempo zu erhöhen und die Kosten zu senken“, forderte Schneider.

Mit Blick auf jüngste Studien, wonach der Verkehrs- und der Gebäudesektor bei den Klimazielen hinterherhinken, sagte Schneider, es gebe gute Entwicklungen bei Elektroautos. „Ich will, dass im nächsten Schritt auch mehr Privatleute die Chance auf den Umstieg nutzen. Darum werde ich schon bald das neue Zuschussprogramm für die E-Mobilität vorstellen. Das wird der Elektromobilität nochmal einen großen Schub geben“, so der Minister.

Schneider pochte zugleich auf die Einhaltung der bisherigen Klimaschutzregelungen bei der geplanten Reform des Heizungsgesetzes. Das bisherige Gebäudeenergiegesetz sei der entscheidende Faktor, um CO2 einzusparen, so Schneider. „Die Klimaschutzwirkung des Gesetzes muss erhalten bleiben. Das ist die SPD-Position. Wie man das am Ende macht, klären wir intern“, so der Minister.

Wärmepumpen würden sich langfristig für die meisten rentieren. „Aber gerade Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen brauchen die Zuschüsse, um sich die Anschaffung überhaupt erstmal leisten zu können. Sparpotenzial sehe ich eher bei den Gutverdienern, die sich die Wärmepumpe auch ohne staatliche Förderung leisten können“, sagte Schneider.

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dts Nachrichtenagentur

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. Markus
    10. Januar 2026 um 22.26 — Antworten

    Dummerweise ist so ein Mast noch viel schneller zu fällen. Ein paar Schneidladungen an der rchtigen Stelle und der Mast samt Leitungen liegt. Und ein neuer ist garantiert nicht in knapp einer Woche aufgestellt und neu bespannt…

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