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Mittermeier verlangt von Politikern Perspektive für Künstler

Wegen Corona geschlossene Theaterkasse, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Kabarettist Michael Mittermeier versucht angesichts der vielen negativen Nachrichten in der Coronakrise nicht durchzudrehen. „Ich habe Tage, da kann ich nichts mit mir anfangen, da geht es mir so wie allen da draußen“, sagte er der „Rheinischen Post“. Und weiter: „Da will ich auch nicht als Comedian funktionieren, da regiert einfach die taffe Realität.“

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Als Künstler sei es gerade schwer, sich hinzuhocken und anzufangen zu schreiben. Er wisse ja nicht einmal, ob er überhaupt auftreten dürfe. Es fehle an klaren Signalen aus der Politik. „Auch die Herren Politiker kommen gerne und lachen mal. Von denen höre ich nichts. Solange wir keine Perspektive haben, kann niemand von uns planen. Das geschieht normalerweise ein bis zwei Jahre im Voraus, jetzt wird aber verlangt: Seid doch mal spontan, Freunde.“

Foto: Wegen Corona geschlossene Theaterkasse, über dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. W. Lorenzen-Pranger
    14. Mai 2020 um 11.12

    >Das geschieht normalerweise ein bis zwei Jahre im Voraus, jetzt wird aber verlangt: Seid doch mal spontan, Freunde.“<

    Ein Bühnenkünstler, der nicht improvisieren kann? Ich denke, was diese Kollegen machen, nennt sich "Stand-up Comedy"? Das heißt letztlich so viel wie, du stehst spontan auf und erzählst uns etwas Lustiges.
    Nun ja, wer schon so tief gesunken ist, beim "Zitatesammler", sprich Sprücheklauer, Nuhr und der Rassistin und Anti-Semitin Lisa Eckhart, die es fertig bringt den Film "Jud Süß" mal eben als Inhaltsangabe in einem Satz als "Gag" rüberzubringen (Zitat: "Jetzt plötzlich kommt heraus, den Juden geht's wirklich nicht ums Geld. Denen geht's um die Weiber, und deswegen brauchen sie das Geld.") und über Farbige meint, sie pumpen die sieben Liter Blut ihres Körpers schon mal komplett ins Genital, auftreten zu müssen, dem ist dann wohl auch nicht mehr zu helfen.
    Mittermeier, ich zumindest werde dich nicht vermissen – und verabschiede dich mit einem ZItat von Fritz Kortner: "Junger Mann, sie schwänzen einen ordentlichen Beruf !" – auch wenn du so viel Ehre wie die Nähe eines Kortner gar nicht verdienst.