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Mittelstand verlangt eigenen Krisengipfel

Hinweisschild an einer geschlossenen Bar, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Vor dem Bund-Länder-Treffen hat der Mittelstand in einem Brandbrief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen eigenen Krisengipfel gefordert. „Wir erwarten, dass Sie die Belange der mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmer in der Coronakrise stärker als bisher berücksichtigen und mit uns direkt im Rahmen eines Mittelstandsgipfels über einen Ausstieg aus dem Lockdown sprechen“, heißt es in dem Schreiben, über das die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben) berichten.

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Zu den Unterzeichnern gehören Markus Jerger, Bundesgeschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), sowie Inhaber und Vorstandsvorsitzende von 20 großen Mittelstands-Unternehmen. „Für viele Mittelständler steht nichts weniger als die eigene Existenz auf dem Spiel. Neben unbürokratischen und schnellen Hilfen ist die Politik jetzt vor allen Dingen gefordert, echte Perspektiven für die Fortsetzung unternehmerischer Aktivitäten aufzuzeigen.“ Sonst drohe ein „Ausverkauf des deutschen Mittelstandes durch chinesische Direktinvestitionen“, mahnen die Unterzeichner in ihrem Schreiben. Sie dringen darauf, dass bei der Entscheidung über mögliche Öffnungen ein Maßnahmenkatalog des BVMW zur Entbürokratisierung der Corona-Hilfsprogramme Berücksichtigung findet. Auch solle ein Ausstiegsplan vorgestellt und eine Post-Corona-Agenda erarbeitet werden.

Foto: Hinweisschild an einer geschlossenen Bar, über dts Nachrichtenagentur

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