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Merz wehrt sich gegen Vorwürfe

Friedrich Merz, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz wehrt sich gegen den Vorwurf, er habe die jetzige Führung der Partei durch „Verschwörungstheorien“ in ihrer Ehre verletzt. Er habe „weder eine Verschwörung behauptet noch ein Komplott“, sagte Merz der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Dass es in Berlin „viele gibt, die mich gern verhindern wollen, das weiß trotzdem jeder“.

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Merz sieht sich durch die Verschiebung des CDU-Parteitags, auf dem er sich am 4. Dezember zur Wahl stellen wollte, benachteiligt. Nach dem Vertagungsbeschluss von Präsidium und Vorstand hatte er behauptet, in der CDU sei damit der letzte Teil der „Aktion Merz verhindern“ gestartet, und zwar „mit der vollen Breitseite“ des „Establishments hier in Berlin“. Über dieses Vorgehen „der Parteiführung“ herrsche unter vielen Mitgliedern „blankes Entsetzen“. Der Angriff gipfelte in dem Vorwurf, der Wahlparteitag vom 4. Dezember sei nicht wegen Corona verschoben worden, sondern weil sein wichtigster Konkurrent, der Nordrhein-Westfälische Ministerpräsident Armin Laschet, mehr Zeit brauche, um seine „Performance“ zu verbessern. Der FAS sagte Merz jetzt, das Wort von der „Aktion“ gegen ihn sei für die Versuche, ihn zu verhindern, „kein unfreundlicher Begriff“. Als Beispiel für Maßnahmen zu seinem Schaden sagte er: „Gesprächspartner, die sich mit mir treffen wollen, werden angerufen und aufgefordert, die Gespräche mit mir abzusagen.“ Auf die Frage der FAS, wer wen angerufen habe, wollte Merz allerdings nicht öffentlich antworten.

Foto: Friedrich Merz, über dts Nachrichtenagentur

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