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Linksfraktionschef lehnt Corona-Immunitätsausweis ab

Corona-Testzentrum, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Linksfraktionchef Dietmar Bartsch lehnt einen von der Bundesregierung im Zuge der Coronakrise geplanten Immunitätsausweis ab. „Ich finde einen Immunitätsausweis, der womöglich reguliert, wer raus darf und wer nicht, völlig falsch“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagsausgaben). Das sprenge einen Rahmen.

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„Ich will keinen Überwachungsstaat“, so Bartsch. Er fügte mit Blick auf die Einschränkung von Freiheitsrechten hinzu: „Wir müssen immer wieder laut aussprechen, dass es solche gewaltigen Einschränkungen der Grund- und Freiheitsrechte noch nie gegeben hat und alles getan werden muss, damit diese Einschränkungen so schnell, wie es gesundheitspolitisch möglich ist, aufgehoben werden.“ Bei manch einem Minister habe er aber das Gefühl, dass er mit mehr autoritärem Agieren ganz gut leben könnte. „Da werden wir nachdrücklich gegen halten, hier übrigens gemeinsam mit FDP und Grünen“, so der Linksfraktionschef. Die Bundesregierung plant, einen Corona-Immunitätsausweis einzuführen, der ähnlich wie der Impfpass nachweisen könnte, dass eine Covid-19-Erkrankung überstanden ist. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, der am Mittwoch im Kabinett beschlossen wurde. Voraussetzung für die Einführung eines solchen Dokuments sei jedoch, dass wissenschaftliche Beweise dafür vorlägen, dass sich Menschen nach einer Corona-Erkrankung nicht wieder anstecken können, hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dazu der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt. Diese habe man bislang noch nicht. Bei dem Gesetz handele es sich deshalb um eine „vorsorgliche Regelung“.

Foto: Corona-Testzentrum, über dts Nachrichtenagentur

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3 Kommentare

  1. W. Lorenzen-Pranger
    2. Mai 2020 um 21.20

    Einige Witzblattfiguren in der Politik kommen scheinbar ohne „Dokumente“ nicht aus. Armes Deutschland!

    • Benjamin
      2. Mai 2020 um 23.01

      Der spahn kann mich am A… lecken mit seinen Immunitätsausweis

  2. Steffi
    3. Mai 2020 um 20.05

    Warum machen wir es nicht so wie im dritten Reich. Nehmen wir aber zur Abwechslung vielleicht diesmal einen roten Stern für alle die, die sich an die Coronsregeln gehalten haben und nun ausgeschlossen werden, weil sie nicht krank wurden und deshalb nicht immun wurden. Tja, werden nun einige Politiker sagen, dann lasse dich impfen, wenn und falls wir einen Impfstoff haben. Natürlich freiwillig. Das ist aber nicht freiwillig, wenn das der einzige Weg ist, ohne lebensbedrohliche Infektion immun zu werden. Wahrscheinlich werden bei Einführung des Ausweises gerade viele jűngere Menschen sich freiwillig infizieren. Was unser Gesundheitssystem dann dazu sagt…. Danke Herr Spahn. Ich hoffe nur, dass unsere Gerichte wissen, was ihre Pflicht ist und diese Diskriminierung im Keim ersticken. Bin mir aber leider nicht mehr sicher.