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Linke verlangt Plan gegen Isolation von Heimbewohnern

Mann im Rollstuhl, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu einem Konzept für soziales Leben in Alten- und Pflegeeinrichtungen aufgefordert, um die Isolation von Heimbewohnern während der Coronakrise zu verhindern. „Die Bundesregierung hat hier den Sommer verschlafen und ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Mich erinnert das an den Anfang der Pandemie, als es kaum Masken und Desinfektionsmittel gab“, sagte Bartsch der „Rheinischen Post“.

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Seit Monaten werde über Altenheime gesprochen, zu wenig habe sich verbessert. „Wo sind die Millionen Schnelltests?“ Spahn sei aufgefordert, den Bewohnern in Betreuung und ihren Angehörigen einen Plan vorzulegen, wie trotz Pandemie soziales Leben in den Einrichtungen ermöglicht werden könne. „Vor- nicht nach Weihnachten“, fügte Bartsch hinzu. Hier stünden allerdings auch die Heime selbst in der Verantwortung. Bartsch kritisierte ferner Schwächen bei Bus und Bahn. Es seien ein schnellerer Takt und wirksame Kontrollen nötig. „Das ist effektiver, als Museen und Restaurants mit behördlich genehmigten Hygienekonzepten zuzusperren.“ Die Zustände in Bus und Bahn seien Ausdruck nicht überzeugender Maßnahmen zur Eindämmung der Fallzahlen. „Die Bahnen sind zu voll, Kontrollen – ob Masken getragen werden, zu selten.“ Der Bund sei schließlich Eigentümer der Deutschen Bahn. „Ich erwarte, dass die Bundesregierung nicht nur das individuelle Verhalten der Menschen maßregelt, sondern dort, wo sie direkte Verantwortung hat.“

Foto: Mann im Rollstuhl, über dts Nachrichtenagentur

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