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Lindner verteidigt weiteren Bezug von russischem Gas

Gas-Anschluss, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat den trotz Sanktionen andauernden Bezug von russischem Gas verteidigt. Energie sei ohnehin schon sehr teuer, man dürfe sich durch Sanktionen nicht selbst schwächen, sagte er dem Fernsehsender „Welt“.

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Auch das sei Teil der Krisenresilienz. „Das hat natürlich, was wir in der Ukraine an Kriegshandlungen sehen, einen Einfluss auf die Energiepreise“, sagte er. „Und natürlich haben die reduzierten Lieferungen der letzten Zeit Auswirkungen auf die Preise.“ Auch die Erwartungen für die Zukunft erhöhten die Preise.

„Und deshalb ist die Position der Bundesregierung: Wir erhöhen den Druck auf Putin, wir isolieren Russland maximal – aber wir berücksichtigen auch die Auswirkungen auf uns, denn wir wollen ja nicht uns selbst in unserer Durchhaltefähigkeit schwächen.“ Der Minister machte auch deutlich, dass der Staat nicht alle negativen Folgen, etwa steigende Energiepreise, ausgleichen könne. „Das ist dann gewissermaßen der Preis, den wir alle zahlen.“ Aber man tue alles, was in der eigenen Macht stehe, „um die Durchhaltefähigkeit zu erhöhen und die negativen Auswirkungen auf uns zu reduzieren“.

Foto: Gas-Anschluss, über dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. Anton Mossleitner
    2. März 2022 um 18.14

    Der Bezug von russischem Gas muss schnellstens eingestellt werden, damit Putin die Einnahmen wegbrechen. Dann könnte der Krieg schnell enden. Diese Maßnahme träfe Putin mehr als alle anderen Sanktionen. Nach meinem Wissen haben wir bis in den Herbst hinein genug Gas. Es gibt genügend andere Bezugsquellen. Zunächst höhere Gaspreise werden nicht gleich die Wirtschaft ruinieren, Herr Lindner.