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Lindner sieht Laschet als geeigneten Kanzler einer Jamaika-Koalition

Christian Lindner, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Chef Christian Lindner hält den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) für einen guten Kanzler einer Jamaika-Koalition und sieht ihn im Vorteil gegenüber den Mitbewerbern um den CDU-Vorsitz. „Ich traue Armin Laschet zu, Kanzler einer Jamaika-Koalition zu werden“, sagte Lindner den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Mittwochsausgaben). Zur Begründung sagte er über Laschet: „Erstens pflegt er zu FDP und Grünen gleichermaßen Kontakte – anders als Angela Merkel, die einseitig die Grünen hofiert hat. Zweitens haben wir Laschet als Ministerpräsidenten kennengelernt, der jedem Partner seine Erfolge gönnt.“

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Das sei auch sein eigenes Verständnis von erfolgreicher Regierungsarbeit. Lindner erklärte, er wolle die FDP wieder in die Regierungsverantwortung führen. „Armin Laschet und ich haben 2017 in Nordrhein-Westfalen eine sehr erfolgreich arbeitende Landesregierung verhandelt“, so der FDP-Chef weiter. Es bestünden „Erfahrung und Vertrauen, dass nach Nordrhein-Westfalen auch im Bund eine Koalition der Erneuerung möglich“ werde, „wenn auch unter anderen Bedingungen“. „Meine Absicht ist jedenfalls, die FDP als Vorsitzender in Regierungsverantwortung zu führen. Das könnte nun erreicht werden“, sagte Lindner. Im Wettbewerb um den CDU-Vorsitz sieht er sehr gute Argumente für den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten. „Laschet hat im Unions-internen Wettbewerb einen Vorteil: Er ist kein Flügel-Mann und kann zudem gemeinsam mit Jens Spahn die volle Bandbreite der Union abdecken“, so der FDP-Politiker weiter. Laschet orientiere sich daran, „die CDU aus ihrer Mitte heraus stark zu machen – im besten Sinn in der Tradition von Helmut Kohl“. Mit Friedrich Merz oder Norbert Röttgen als Vorsitzenden sieht der FDP-Chef strategische Nachteile für die Union. „Friedrich Merz spricht vor allem über den Wettbewerb mit der AfD. Das ist verdienstvoll, könnte aber frühere Merkel-Wähler in die Arme der Grünen treiben. Am Ende landet man bei Grün-Rot-Rot“, sagte Lindner den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“. Zudem warnte er vor negativen Folgen im Fall eines Unions-internen Siegs von Röttgen: „Wer wie Norbert Röttgen nur von Schwarz-Grün träumt, wird am Ende gleich mit Grün-Rot-Rot aufwachen“, so der FDP-Politiker.

Foto: Christian Lindner, über dts Nachrichtenagentur

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