Lauterbach wegen Corona gegen Massenunterkünfte für Flutopfer
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach warnt davor, Flutopfer in den Hochwasserregionen in Sammelunterkünften unterzubringen. „Massenunterkünfte sind eine Gefahr für die Menschen, denn dort herrscht ein hohes Corona-Ansteckungsrisiko“, sagte er der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben).
Solche beengten Unterkünfte seien daher unbedingt zu vermeiden. „Die Flutopfer in den Katastrophengebieten müssen stattdessen in Hotels und Einzelunterkünften untergebracht werden“, so der SPD-Politiker. Nur so ließen sich Massenausbrüche verhindern und die Zahl der vermeidbaren Kontakte eingrenzen. „Es wäre fatal, wenn die ohnehin dramatische Situation in den Hochwasserregionen durch massenhafte Infektionen mit der Delta-Variante zusätzlich erschwert würde“, sagte er.
Lauterbach rief zugleich zum Einsatz von mobilen Impfteams in den Katastrophenregionen auf: Sie könnten all diejenigen Betroffenen und Helfer versorgen, die bislang keine Impfung gegen Covid-19 erhalten hätten. Eine Impfung biete zwar keinen kurzfristigen Infektionsschutz. Allerdings würden die Folgen der Katastrophe noch sehr viele Wochen anhalten. „Daher ist es wichtig für die Menschen, dass sie in dieser sehr schwierigen Zeit zumindest vor Corona geschützt sind“, sagte Lauterbach.
Zudem forderte er, dass alle, die bei den Aufräumarbeiten mithelfen, mit hochwertigen FFP2-Schutzmasken ausgestattet werden. „Wir müssen wirklich alles dafür tun, damit die Menschen in den Flutgebieten in ihrer derzeitigen Notlage nicht auch noch eine Ansteckung mit der Delta-Variante fürchten müssen“, so Lauterbach.
Foto: Karl Lauterbach, über dts Nachrichtenagentur
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7 Comments
Erhard Stammberger
20. Juli 2021 @ 17.27
„Bei der Arbeit“ steht da nirgends, das haben Sie dazu fantasiert. Wenn im Freien und mit Abstand gearbeitet wird, muss auch keine Maske getragen werden.
W. Lorenzen-Pranger
20. Juli 2021 @ 19.58
Zitat; Copy and paste: >>Zudem forderte er, dass alle, die bei den Aufräumarbeiten mithelfen, mit hochwertigen FFP2-Schutzmasken ausgestattet werden.<<
Dritte und vierte Zeile von unten im Artikel. Wer bei "Aufräumarbeiten" mithilft, der arbeitet – oder etwa nicht? Der gute Mann sollte mal,wenn er an einer Baustelle vorbei geht, genauer hinsehen. Kein Mensch, der schwer arbeitet, trägt eine Maske (hätte ich, als ich noch beruflich aktiv war, auch nicht gekonnt) – und ich fand das nur so bezeichnend, weil, so schloß ich aus genau dem Text, daß der nun mal von körperlicher Arbeit auch keine Ahnung hat.
Eben doch ein Klugscheißerchen – schon immer. Wußte zuallerst seine verflossene Ehefrau, von der es Statements gibt, ihn um Himmels Willen nicht ernst zu nehmen. Immerhin eine erfahrene Ärztin – im Gegensatz zu ihm. Googeln hilft.
Genau lesen hilft auch!
Wichtiger der kurze, aber treffende, Beitrag von Anne.
Besser jetzt? 🙂
Erhard Stammberger
20. Juli 2021 @ 13.58
Es geht Lauterbach nicht um die Helfer, sondern um die Flutopfer. So viel zum Thema „Dauer-Klugscheißerchen“.
W. Lorenzen-Pranger
20. Juli 2021 @ 15.06
Es geht darum, daß Lauterbach will, daß die Helfer FFP 2 Masken bei der Arbeit tragen – und ich finde, er sollte das höchstpersönlich mal vormachen. 🙂
W. Lorenzen-Pranger
20. Juli 2021 @ 13.50
>>…mit hochwertigen FFP2-Schutzmasken ausgestattet werden.<<
Ich kenne etliche in der Nachbarschaft, die täglich mit schwerer körperlicher Arbeit beschäftigt sind. Masken trägt dabei niemand, im Sommer schon erst recht nicht. Unser Dauer-Klugscheißerchen kanns ja mal vormachen, mal sehen, ob er, der Durchtrainierte, ne halbe Stunde durchhält… 🙂
Anne
20. Juli 2021 @ 14.48
Aber Massenunterkünfte für Asyl suchende oder Obdachlose sind kein Problem? Die leben seit Beginn der Pandemie in Massenunterkünften.
Markus
20. Juli 2021 @ 17.24
Es gibt halt Menschen erster und zweiter Klasse. Oder sogar dritter?
Wie war das doch gleich? Alle Tiere sind gleich. Einige sind gleicher.