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Lauterbach gegen teilweise Zulassung von Bundesliga-Zuschauern

Olympiastadion, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält die teilweise Öffnung von Stadien für Zuschauer für falsch. Er rechne aufgrund des absehbaren Infektionsgeschehens sogar sehr bald wieder mit Geisterspielen, sagte der Gesundheitsexperte dem Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ (Freitagausgabe). „Bundesliga-Spiele vor Zuschauern werden nur ein kurzes Intermezzo sein“, so Lauterbach.

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Erst in dieser Woche hatten sich die Länder darauf verständigt, Zuschauer in Stadien wieder möglich zu machen. Lauterbach hält das für völlig falsch: „Dass es bei täglich 2.000 Neuinfektionen bleibt, halte ich für ausgeschlossen. Dann wird man wieder deutlich weniger oder keine Zuschauer mehr in die Stadien lassen können.“ Der Spielbetrieb könne hingegen fortgesetzt werden. Schon Ende der abgelaufenen Saison fanden die Bundesliga-Spiele ohne Zuschauer statt. Strafen für Vereine oder die Deutsche Fußballliga (DFL) hält Lauterbach für nicht richtig: „Der Fehler ist politisch gemacht worden.“ Die Münchener Entscheidung sei hingegen richtig und bereits ein Ausblick darauf, was bald deutschlandweit Realität sein wird: „Ich gehe davon aus, dass andere Städte bald nachziehen.“

Foto: Olympiastadion, über dts Nachrichtenagentur

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