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Laschet gegen Bruch mit Merkels Politik

Armin Laschet, über dts Nachrichtenagentur

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat wenige Tage vor dem Wahlparteitag seiner Partei vor einem Bruch mit der Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel gewarnt. „Ein Bruch mit Angela Merkel wäre exakt das falsche Signal“, sagte Laschet dem „Stern“.

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Der Regierungschef geht auf dem Digitalparteitag Ende kommender Woche gegen Friedrich Merz sowie Norbert Röttgen ins Rennen um den CDU-Vorsitz. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Delegierten nach Kriterien entscheiden, die für ihn sprächen: „Wer hat schon einmal eine Wahl gewonnen, wer hat schon einmal eine Regierung geführt, wer weiß, worauf es ankommt, um Menschen zusammenzuführen.“ In all diesen Punkten sieht sich Laschet klar in Front. Im Kampf ums Kanzleramt hat Laschet die SPD und deren Kanzlerkandidaten Olaf Scholz als ernsthaften Konkurrenten offenbar schon abgeschrieben.

Bei der Bundestagswahl im September gehe es „um den Kampf um die Mitte“. Größte Herausforderer würden „sicher die Grünen sein“. Die Union dürfe im Wahlkampf aber auch die AfD nicht aus dem Blick verlieren. „Da ist eine knallharte Abgrenzung erforderlich.“

Für den Wahlkampf selbst will Laschet nicht auf die Strahlkraft der Kanzlerin setzen. Gefragt, ob es Duo-Auftritte mit Merkel geben werde, sagte Laschet: „Der Kanzlerkandidat muss seine eigene Prägung haben.“ Die Union solle die Popularität der Kanzlerin zwar in die Waagschale werfen – „aber im Zentrum des Wahlkampfs müssen bei den Auftritten andere stehen“. Laschet, der Mitte Februar 60 Jahre alt wird, machte im „Stern“ deutlich, dass er sich den Job im Kanzleramt auch körperlich zutraue.

Vor Marathonsitzungen oder 18-Stunden-Tagen habe er „die allerwenigsten Manschetten“. Er schlafe ohnehin nur fünf, sechs Stunden. „Meine Frau fragt mich oft, wie ich das durchhalte.“

Foto: Armin Laschet, über dts Nachrichtenagentur

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