Kampf gegen Judenhass: Von Schnurbein sieht Deutschland als Vorreiter

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Die neue Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Katharina von Schnurbein, sieht Deutschland in einer Vorreiterrolle im Kampf gegen Judenhass. „Mein langfristiges Ziel ist, jüdisches Leben in Deutschland zu normalisieren, dass man gar nicht groß weiß, ob jemand Jude ist“, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Mittwoch).
„Ziel muss sein, dass jüdische Kinder auf dem Schulhof nicht angefeindet werden, dass ‚Jude` kein Schimpfwort ist und dass Kinder, die in jüdische Schulen gehen, nicht hinter Polizeischutz und Panzerglas sitzen müssen. Das sollte eigentlich Normalität sein.“ Von Schnurbein fügte hinzu: „Und nicht zuletzt muss Deutschland bei der Bekämpfung von Antisemitismus auch der europäische Motor werden.“
Aktuell sei Deutschland aber an einer Stelle angelangt, „wie es sie seit der Shoah wahrscheinlich nie gab“. Sie betonte: „Antisemitismus wird offen und schamlos verbreitet.“ Antisemitismus sei immer da und nie weg gewesen. „Doch wer heute antisemitische Aussagen macht, befürchtet keine Konsequenzen mehr.“
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