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Jörg Thadeusz lernte Trauer-Verarbeitung im Kino

Kino, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Moderator Jörg Thadeusz hat durch den Film „Billy Elliot“ gelernt, mit Trauer umzugehen. Im Kino, neben seiner Frau, „da ist alles hochgekommen, weil das ein bisschen wie zu Hause war: Yorkshire, Bergbaugebiet, das Gefühl, alles ist klein und beengt, und dann diese Typen, die waren wie mein Onkel Siggi, der 32 Jahre unter Tage gearbeitet hatte“, sagte Thadeusz dem „Zeitmagazin“. Kurz zuvor waren seine Oma, sein Onkel und seine Tante gestorben.

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„Auf den Beerdigungen war ich total verkrampft“, so der Moderator. „Ich dachte, ein Mann sollte in der Öffentlichkeit nicht rumheulen.“ Es sei gut gewesen, dass der Film diese Trauer ausgelöst habe. Als etwas später sein bester Freund gestorben sei, habe er sich wahnsinnig gefürchtet vor dem Loch zu stehen. „Aber ich wusste, dass das nötig ist“, so Thadeusz. „Dieses letzte Geleit ist einer der Gänge im Leben, die man nicht machen möchte, aber das gehört dazu, ein erwachsener Mensch zu sein. Manche Schritte sind nicht vermeidbar, wenn man danach mit sicherem Tritt weiter gehen möchte.“

Foto: Kino, über dts Nachrichtenagentur

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