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Historikerin: Demokratie hat sich in Coronakrise bewährt

Werbung der Bundesregierung in Coronakrise, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Historikerin Hedwig Richter erkennt im Krisenjahr 2020 Gründe für Optimismus. „Am wichtigsten war die Erfahrung, dass eine wirklich überwältigend große Mehrheit der Menschen vernünftig ist, die Schutzmaßnahmen für richtig hält – und sich intensiv mit Sachfragen auseinandersetzt“, sagte sie dem Nachrichtenportal Watson.

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„Die Coronakrise ist die Zeit der informierten Bürgerin und des sachorientierten Bürgers – auf die demokratische Systeme angewiesen sind.“ Der beliebte Drosten-Podcast sei dafür das Symbol. Die Demokratie habe sich in der Krise bewährt, fügte Richter hinzu. „Demokratie funktioniert. Sie ist – wie immer – nicht das System des Absoluten und der reinen Lehre und der Makellosigkeit.“

Aber für eine Katastrophe wie die Pandemie scheine sie gut geeignet: „Sie lebt mit Fehlern, steht zu Fehlern, kann diese korrigieren, ist Meisterin des Durchwurstelns“, so die Historikerin. Und genau das sei angesichts der wissenschaftlich so unsicheren Situation wichtig gewesen. „Interessant fand ich auch, dass sich der Föderalismus bewährt hat.“

Foto: Werbung der Bundesregierung in Coronakrise, über dts Nachrichtenagentur

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5 Kommentare

  1. W. Lorenzen-Pranger
    31. Dezember 2020 um 23.16

    >Demokratie hat sich in Coronakrise bewährt<

    Echt jetzt? Wie viele Zitate, sprich Links, muß ich bringen um die Bedenken der Verfassungsrechtler zu den "Maßnahmen" der Regierung derzeit und schon seit fast nem Jahr aufzuzählen? Alles nur gutbürgerliche Presse wie FAZ, FR, Süddeutsche, Spiegel usw. In welchem Elfenbeinturm lebt diese Frau?
    Ahhh – ich lese gerade wie jung sie ist und wo sie im "konservativsten" Umfeld "lehrt". Hochschule der Bundeswehr München. Ja dann.
    Dort scheint das Grundgesetz außer Kraft zu sein – oder wie konnte es passieren, daß eine Historikerin für neuere Geschichte (!) nicht mitbekommen hat, daß der Einsatz der Bundeswehr im Inneren z.B. (nur EIN Kritikpunkt) grundätzlich nicht zulässig ist? Was sich die Autoren des Grundgesetzes sich wohl damals dabei gedacht hatten – und was die Lehre aus der jüngsten Geschichte dazu war – was?

  2. haase
    6. Januar 2021 um 15.35

    Sehr geehrter Herr Pranger,
    vielen Dank für Ihren Verstand und den daraus resultierenden Kommentaren… Inzwischen ist es tatsächlich schon so, dass ich diese vorab lese, um zu wissen, dass es nervenschonender ist, den eigentlichen Artikel gar nicht mehr zu lesen…..

    • W. Lorenzen-Pranger
      6. Januar 2021 um 18.41

      Ich hoffe, sie meinen das nicht ernst, Frau oder Herr Haase. Nutzen sie um Himmels Willen JEDE Gelegenheit, sich aus eigenem Antrieb selbst zu informieren! Nur weil ich viel Zeit für so etwas wie meine Texte hier habe (und ein gutes Gedächtnis), bin ich vor Irrtümern wie jeder andere nicht gefeit – und mündige und informierte Bürger sind heute wichtiger denn je. Jeder Einzelne!

  3. haase
    7. Januar 2021 um 15.13

    Gerade muss ich schmunzeln…danke, der eigene Antrieb läuft auch noch, ich sehe Wissen auch als „Holschuld“… natürlich meinte ich das ernst; allerdings nur was diese Seite betrifft. Man freut sich über kritische Stimmen, sind sie doch seltener geworden. Ansonsten ist die Welt und die Zeit viel zu spannend um sich nicht zu informieren…vorzugsweise breit gefächert, denn es ist eben nicht alles wie es scheint!

  4. Manfred Murdfield
    8. Januar 2021 um 12.14

    Der Artikel ist in seiner tiefschürfenden Erkenntnisvielfalt eher was für die Bäckerblume, oder die ApothekenRundschau, oder die Gale, oder … Aber schön, dass das auch mal an dieser Stelle gesagt wurde.