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Hessen-Europaministerin will EU-Einheitlichkeit zu Grenzschließung

Kontrolle am Flughafen, über dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Hessens Europaministerin Lucia Puttrich (CDU) hat die Innenminister der europäischen Union dazu aufgefordert, eine einheitliche Haltung zur Frage der Grenzschließungen in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten einzunehmen. „Derzeit gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Reiseeinschränkungen in Europa. Italien, Österreich und Tschechien haben zum Beispiel ihre Grenzen weitestgehend geschlossen. Wir haben den Schengen-Raum geschaffen, damit wir uns auch im Krisenfall auf ein einheitliches Vorgehen einigen können. Das sollte jetzt schnell passieren. Die EU-Innenminister sollten sich deshalb schnell auf ein gemeinsames Vorgehen einigen“, sagte Puttrich der „Bild“.

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Für die hessische CDU-Politikerin ist schnelles Handeln hier nun besonders wichtig. „Wir haben in Europa gemeinsam die Grenzen geöffnet, deshalb macht es auch Sinn, im Pandemiefall gemeinsam zu entscheiden, ob und wie Reiseeinschränkungen im Schengen-Raum eingeführt werden.“ Das müsse jetzt „sehr schnell“ entschieden und gemeinsam umgesetzt werden, so Puttrich. Im Schengen-Raum leben rund 400 Millionen Europäer, die ohne Beschränkungen innerhalb der 26 Vertragsstaaten reisen können. „Es ist richtig, dass einzelne, besonders betroffene Länder bereits Reiseeinschränkungen beschlossen haben. Es macht aber mehr Sinn, sich auf ein gemeinsames Vorgehen im gesamten Schengen-Raum zu einigen.“

Foto: Kontrolle am Flughafen, über dts Nachrichtenagentur

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