Nachrichten

Haseloff: Zweiten Lockdown „könnten wir nicht verkraften“

Wegen Coronakrise geschlossener Laden, über dts Nachrichtenagentur

Mag­de­burg (dts Nachrichtenagentur) – Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU), warnt eindringlich vor einem zweiten Lockdown. Man habe sich darauf verständigt, dass bei 50 Infektionen innerhalb von sieben Tagen auf 100.000 Einwohner man mit weiteren Maßnahmen die Kontakte reduzieren müsse, sagte er der n-tv-Redaktion. „Wir brauchen mindestens eine um 50 Prozent reduzierte Kontaktdichte. Und das müssen wir schaffen.“

Anzeige

Und das möglichst ohne, dass die wirtschaftlichen Prozesse beeinträchtigt würden. „Denn einen zweiten Lockdown wie im Frühjahr können wir nicht verkraften. Wir brauchen, und das zeigen auch die Erfahrungen der letzten Monate, lokale Lösungen“, so der Ministerpräsident. Man müsse „minimal invasiv“ dort die Herde identifizieren, die vorhanden sind und diese versuchen einzugrenzen. „Damit kommt man weiter. Eine flächenhafte, für ganz Deutschland ausgerufene Variante, führt zu nichts.“ Dafür sei die Unterschiedlichkeit einfach zu groß. „Ich habe einen Landkreis mit vier bis fünf Infizierten pro 100.000 in sieben Tagen und wenn ich mir Bayern angucke mit um die 200 in bestimmten Landkreisen, dann weiß man, dass wir völlig unterschiedliche Methodiken brauchen, damit das Ganze funktioniert.“

Foto: Wegen Coronakrise geschlossener Laden, über dts Nachrichtenagentur

Vorheriger Artikel

Koalition will Anti-Geldwäsche-Einheit stärken

Nächster Artikel

Weltärztepräsident: "Natürlich helfen Masken"