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Klingbeil kritisiert Deutsche Bahn für Kauf chinesischer E-Busse

via dts Nachrichtenagentur

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat die Bestellung der Bahn von 200 E-Bussen beim chinesischen Hersteller BYD kritisiert. „Dass die Deutsche Bahn entschieden hat, neben einer Großbestellung für MAN auch weitere Elektrobusse aus China zu kaufen, ärgert mich“, sagte der SPD-Chef der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstagausgabe).

„Ich wünsche mir einen gesunden Standort-Patriotismus. Dazu gehört, dass man solche Aufträge bei entsprechendem Angebot deutschen oder europäischen Herstellern erteilt“, so der Vizekanzler. „In unseren Städten fahren längst hervorragende Elektrobusse, zum Beispiel von Mercedes und MAN.“

Die Deutsche Bahn hatte vor einer Woche die größte Bus-Bestellung der Unternehmensgeschichte bekanntgegeben. Die meisten der insgesamt über 3.300 Busse mit Hybrid- und Elektroantrieb soll das Münchner Unternehmen MAN liefern. Immerhin 200 elektrische Überlandbusse wurden aber bei BYD geordet, sie sollen in Ungarn produziert werden. Die neuen Busse werden für die Regionalverkehrstochter DB Regio in ganz Deutschland eingesetzt, teilte die Bahn mit.

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dts Nachrichtenagentur

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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2 Kommentare

  1. W. Lorenzen-Pranger
    20. Dezember 2025 um 5.44 — Antworten

    Ein Witzbold. Wenn schon xer Preis-Unterschied zwischen einem deutschen und einem in Korea gebauten Kleinbus bereits zwanzigtausend Euro (!) beträgt, wie groß mag der Unterschied bei solchen großen Modellen sein? Ich denke, jeder Betrieb der rechnen muß, hätte so gehandelt wie die Bahn.
    Wer wählt nur solche Traumtänzer in den Bundestag?

  2. Markus
    20. Dezember 2025 um 20.55 — Antworten

    Ist das jetzt en verkapptes „Deutsche, kauft nur beim Deutschen“ oder was? Wenn BYD bei gleicher Leistung deutlich preiswerter oder bei vergleichbarem Preis deutlich besser ist dann wäre der Kauf der schlechteren bzw. teureren Lösung schlichtweg eine Veruntreuung von Geldern.
    Im Busmarkt kenne ich mich nicht aus, aber bei den Pkw ruhen sich die deutschen Hersteller, besonders Mercedes, nur noch auf ihrer „Marke“ aus, als wäre der Stern vorne drauf schon die Garantie für Überlegenheit. Das mag ja früher mal so gewesen sein, aber heute? Sauteuer sind sie immer noch, die Qualität ist inzwischen aber unterirdisch. Inzwischen ziehe ich da einen BYD vor, mehr Qualität und Kundenzufriedenheit für deutlich weniger Geld. BYD hat wohl weniger gierige Vorstandsmitglieder und Aktionäre.
    Mein letzter Diesel mit einem Stern war der finale Sargnagel, trotz Scheckheft-Pflege und zurückhaltender Fahrweise ist das Teil bei knapp 70.000km mit einem kapitalen Motorschaden verreckt. Garantie NULL, Kulanz NADA, Reparaturkosten überstiegen Zeitwert, ergo Schrottplatz. Kaufen wollte das Teil nämlich auch niemand. Muss ich nicht noch einmal haben.

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